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Lokalsport
Der MTV tritt gegen Lank wie eine echte Spitzenmannschaft auf

Dinslaken. Handball-Verbandsligist setzt sich gegen den Tabellenführer mit 31:25 (13:12) durch. Starke Dinslakener zweite Halbzeit nach lange ausgeglichenem Spiel. Von Bernd Vennemann

Die Niederlage in Oppum zum Saisonauftakt hatte beim Handball-Verbandsligisten MTV rheinwacht Dinslaken sichtliche Spuren hinterlassen. Der erste Auftritt vor heimischem Publikum in der Halle an der Douvermannstraße gestaltete sich nämlich über ganz lange Zeit ziemlich zäh, ehe der nach seinem klaren Sieg über Geistenbeck an der Spitze thronende Gast von TuS Treudeutsch Lank noch klar besiegt wurde. Nach einem 31:25 (13:12) hatte es nämlich bis in die ersten Minuten der zweiten Halbzeit beileibe nicht ausgesehen.

Als der Knoten jedoch geplatzt war - und das nicht nur bei dem gestern sechsmal erfolgreichen Maximilien Reede - da bot der MTV seinen Anhängern den Handball, den man seit den Vorbereitungsspielen von der Mannschaft kennt. Unter den Augen des früheren Spielertrainers Marius Timofte wurden die Fehler der Gäste gnadenlos ausgenutzt, endlich gab es den Tempohandball zu sehen, mit dem die Rückkehr in die Oberliga gelingen soll.

Dabei hatte Trainer Burkhard Bell zunächst eine Formation aufs Feld geschickt, in der die später erfolgreichsten Werfer - Florian Körner und Maximilian Reede - fehlten. Und auch Bastian Schwengers saß zunächst auf der Bank. Die Erklärung dazu lieferte Bell später gleich mit: "Bastian hat so viel Potenzial. Er ist aber noch sehr jung, muss sich noch weiterentwickeln und auch mal gebremst werden."

Er habe eigentlich gar nicht viel verändert, meinte der neue Coach, dem aber nach der Schlusssirene doch einige Steine vom Herzen gefallen sein dürften. Bell blieb aber auch während der engen Phasen des Spiels ruhig und lobte später sein Team, "in dem sich jeder zerrissen und die Abwehr besonders in der zweiten Halbzeit einen sehr guten Job gemacht hat".

Bis zur Pause blieb alles ausgeglichen. Die knappe Führung besorgte der zunächst sehr zurückhaltend agierende Maximilian Reede, der einen Freiwurf nach Ablauf der 30 Minuten noch direkt verwandelte. Wieder wechselte die Führung bis zum Stand von 15:15, als die Dinslakener eine kurze Schwächeperiode der Lanker zur vorentscheidenden 18:15-Führung ausnutzten . In dieser Phase nahm Florian Körner das Heft in die Hand, wenig später baute der nun immer stärker werdende Bastian Schwengers den Vorsprung mit Gegenstoßtoren aus.

Kurz vor dem Ende war die Differenz auf sieben Treffer angewachsen. Das letzte Tor aber gehörte Lank. Einer Mannschaft, "die mit Oppum auf Augenhöhe ist", wie Burkhard Bell anmerkte.

MTV Rheinwacht: Mertineit, N. Bell; d'Auria, Jankowski (1), E. Schwengers (2), Brandscheid (3), Ahls (1), Enders (4), B. Schwengers (4), Höffner (1), Reede (6), F. Bell (2), Körner (7/2), Tuda.

Quelle: RP
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