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Fußball
Derbysieg für den SV Spellen

Vor rund 200 Zuschauern setzten sich die Bezirksliga-Kicker des SV Spellen mit 4:2 (1:1) gegen den VfB Lohberg durch. SVS-Kapitän Marco Braßmann krönte seine gute Leistung mit einem Traumtor aus 25 Metern. Lohbergs Trainer Pino Steininger schimpfte über die desolate Abwehrleistung. Von Florian Körner

"Der eine verlässt sich auf den anderen. Nimm du ihn, ich hab ihn sicher. Anstatt den Ball hinten raus zu hauen, fangen wir an, rum zu tanzen", schimpfte VfB-Coach Pino Steininger nach dem Abpfiff. Es war kaum zu übersehen, wo an diesem Tag der Schuh beim VfB Lohberg drückte. Bei Standardsituationen waren die Gäste meist zweiter Sieger.

Die Spellener kamen besser in der Partie, wirkten spritziger und gingen beherzt in die Zweikämpfe. Schon nach sieben Minute rappelte es erstmals im Kasten des VfB. Nach einer Flanke von Mathias Kacar legte Dennis Quint quer auf Sturmpartner Michael Kupke, der noch nur noch seinen Fuß zur Führung hinhalten musste. Die Gastgeber machten weiter Druck, jedoch ohne Erfolg. "Da müssen wir einfach das zweite Tor nachlegen", erklärte Trainer Ingo Bargmann.

Kontertor durch Tajib Dema

Und wie es nunmal im Fußball so ist, rächt sich irgendwann die fahrlässige Chancenverwertung. Kurz vor dem Pausentee schickte Timur Kazkondu den blitzschnellen Tajib Dema auf die Reise, der das Spielgerät eiskalt an Torhüter Sascha Turnau zum Ausgleich vorbeischlenzte.

Im zweiten Durchgang schalteten die Hausherren wieder einen Gang höher. Den Kopfball von Marco Braßmann konnte Turnau mit einer Glanzparade noch entschärfen, doch beim anschließenden Eckstoß des SVS-Kapitän hatte auch er das Nachsehen. Dieser landete nämlich genau auf der Stirn von Kupke, der damit seinen zweiten Treffer an diesem Nachmittag markierte (55.). Acht Minuten später tauchte Quint alleine vor dem VfB-Gehäuse auf, doch da war wieder Turnau zur Stelle. Die daraus resultierende Ecke zeigte wieder auf, in welchem katastrophalen Zustand sich die Abwehr von Steinigers Team befindet. Doch der völlig freistehende Kupke fand seinen Meister wieder einmal in Turnau. Steiniger reagierte, brachte Ertan und Catmak in die Partie. Doch anstatt auf den Ausgleich zu drängen, erhöhte Marco Braßmann nach einem herrlichen Alleingang auf 3:1 (68.) Kurz darauf verkürzte Jörg Wittwer zwar auf 3:2, doch wirklich in Gefahr konnten die Gäste den SV Spellen nicht mehr. Der überragende Braßmann krönte seine Leistung mit dem vierten Spellener Treffer. Aus 25 Metern schlug sein Freistoß in der Nachspielzeit im rechten Giebel ein. Damit war die Begegnung entschieden, und Spellens Trainer hoch zufrieden. "Wir haben den Gegner komplett in Griff gehabt. Die Tore von Lohberg waren Zufallsprodukte. Unterm Strich waren das wichtige drei Punkte", so Bargmann.

SVS: Welfonder; Langwald, Scholz, Bednarski, Cremers, Bargmann, Lucahsen (90. Hawryluk), Kacar (90. Purps), Kupke (90. Baßiere), Braßmann, Quint.

VfB: Turnau; Zimolag, Heim (75. Catmak), M. Dema, Bruß (75. Dogan), Wittwer, Kazkondu, Grote, T. Dema, Siedentopf, Graf (66. Ertan),

Quelle: RP
 
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