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Lokalsport
Erst in der Schlussphase setzt sich der MTV Rheinwacht in Lank durch

Meerbusch-Lank. Der Spitzenreiter der Handball-Verbandsliga gewann auch das dritte schwere Spiel hintereinander. Beim 27:24 (12:15)-Erfolg in Lank sah Florian Körner Rot. Von Bernd Vennemann

Gut sieben Minuten waren bei Treudeutsch Lank noch zu spielen, als der MTV Rheinwacht erstmals in dieser Begegnung mit 23:22 in Führung ging. Bis dahin hatten die Zuschauer, unter ihnen viele MTV-Anhänger, eine ausgeglichene Partie gesehen, in der sich der Spitzenreiter aus Dinslaken am Ende mit 27:24 (12:15) durchsetzte.

Doch bevor die Mannschaft anschließend auf dem Parkett tanzend ihren Auswärtssieg feierte, war ein gehöriges Stückchen Arbeit und eine taktische Umstellung zu Beginn der zweiten Halbzeit notwendig. Bis dahin nämlich hatten die Gäste weder den wieselflinken Mohammad Al-Bonie noch den Rückraum des Tabellenvierten in den Griff bekommen. Zudem begann MTV-Trainer Burkhard Bell zwar mit seiner Stammformation. Doch als er ab Mitte der ersten Halbzeit wieder munter durchwechselte, gingen sowohl Ordnung als auch Durchschlagskraft verloren. Und so zog Lank sogar einmal auf vier Treffer davon, die Halbzeitführung ging durchaus in Ordnung.

"Wir haben dann in der Halbzeit umgestellt und damit auch Erfolg gehabt", sah Bell seine Maßnahmen nach dem Seitenwechsel bestätigt. Einerseits spielte er nun mit dem vorgezogenen Bastian Schwengers mit einer 5:1-Deckung, zum anderen ging Niklas Bell für den am Samstag glücklosen Aaron Mertineit zwischen die Pfosten. Außerdem wurde kaum noch gewechselt, die Außenpositionen blieben mit Sebastian Brandscheid und Lars Jankowski für die zweiten 30 Minuten solide besetzt. Zudem verkrafteten die Dinslakener eine rote Karte für Florian Körner ohne Probleme. Körner, der sich hinterher keiner Schuld bewusst war, hatte sich nach einer rüden Attacke gegen ihn befreien wollen, was die Schiedsrichter als Tätlichkeit werteten. Allerdings gab es später keinen Bericht der Unparteiischen, so dass Körner ohne Sperre davonkommt.

Ein weiteres Handicap für den Tabellenführer war offensichtlich die Tatsache, dass Philipp Tuda nicht ganz fit war, was sich schon in der Anfangsphase durch einige Fehlversuche bemerkbar machte. Für ihn sprang der allerdings auch mit Rückenbeschwerden spielende Bastian Schwengers in die Bresche. Und auch Maximilian Reede machte nach Körners Aus in der zweiten Hälfte ein gutes Spiel.

Bis zum 22:2 liefen die Gäste stets einem Rückstand hinterher. Bei diesem Stand, und in Unterzahl, parierte Niklas Bell einen Siebenmeter. Das war das Signal für die Wende. Die wurde zudem von den Lankern noch begünstigt, als sie in den Schlussminuten in doppelter Unterzahl agieren mussten.

"Nach den zwei glücklichen Siegen gegen Vorst und Oppum mussten wir uns für heute neu motivieren. Das ist der Mannschaft gut gelungen. Wir haben auch nach dem Rückstand immer an uns geglaubt und damit unser Pflichtprogramm erst einmal erledigt", zog Burkhard Bell hinterher sein persönliches Fazit.

MTV Rheinwacht: Mertineit, N. Bell; d' Auria (1), Brandscheid (2), Tomke, Höffner, Jankowski (1), Tuda (3), Reede (7/2), F. Bell (1), Körner (2), Ahls, Enders (4/2), Schwengers (6).

Quelle: RP
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