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Lokalsport
Florian Nitz in den Spuren seines Bruders

Lokalsport: Florian Nitz in den Spuren seines Bruders
Carsten Hönig (rechts) gewann den Hauptlauf über 10.000 Meter vor Jens Gosebring (Startnummer 126) und Bastian Nitz (172). FOTO: Erwin Pottgießer
Voerde. Nachwuchsathlet des TV Voerde gewinnt beim Silvesterlauf das Rennen über 5000 Meter, das sein Bruder Bastian in den beiden Jahren zuvor für sich entschieden hat. Carsten Hönig ist über 10.000 Meter erfolgreich. Bastian Nitz wird Dritter. Von Thorben Utermann

Auch am Ende des Jahres 2017 standen Lothar Lefort, Vorsitzender der Triminators, und Jochen Holtappels, Mitorganisator des Voerder Silvesterlaufs, gemeinsam an der Startlinie. Während Lefort den Countdown per Megafon herunter zählte, betätigte Holtappels die Startpistole und eröffnete damit am Sonntag für die rund 250 Sportler die 27. Auflage der Veranstaltung.

Diesmal gab es neben dem Schülerlauf über 1750 Meter auch ein Bambinirennen über 500 Meter. "Wir wollten auch den ganz Kleinen einmal die Möglichkeit geben, hier mitzumachen und haben in diesem Jahr erstmalig in Kooperation mit der Leichtathletik-Abteilung des TV Voerde einen Wettbewerb für diese Altersklasse angeboten", sagte Lefort. Der jüngste Nachwuchs startete nach dem Schülerrennen mit acht Teilnehmern. Den Schülerlauf entschied ohne große Konkurrenz Leonard Scheeren für sich. "Mein Vater hat heute ganz spontan vorgeschlagen, dass ich mich hier anmelden soll. Dass ich dann direkt gewinne, konnte ich natürlich nicht ahnen. Darüber freue ich mich natürlich sehr", sagte der Zehnjährige.

Auch über die 5000 Meter gab es ein neues Gesicht auf dem Treppchen, der Nachnahme des Siegers blieb jedoch unverändert. Florian Nitz sicherte sich in 19:19,62 Minuten den ersten Platz. Sein älterer Bruder Bastian, der in den beiden Jahren zuvor erfolgreich gewesen war, ging diesmal über die doppelte Distanz an den Start. "Ich wollte heute wirklich gerne gewinnen und habe auch dafür trainiert. Es ist schön, wenn das klappt, was man sich vor dem Rennen vorgenommen hat", sagte der Athlet des TV Voerde. Schnellste Frau war Isabel Nolda in 22:31,13 Minuten. Eine Freundin hatte sie auf die Veranstaltung in Voerde aufmerksam gemacht. "Der Start bei einem Silvesterlauf hat bei mir Tradition. 2016 bin ich in Wien gelaufen", sagte sie.

Im Hauptrennen über zehn Kilometer gab es einen spannenden Zweikampf um den Sieg. Der spätere Gewinner Carsten Hönig wechselte sich an der Spitze des Feldes oft mit Jens Gosebrink ab, dem am Ende ein wenig Kraft fehlte. Hönig siegte in 36:18,18 Minuten vor Jens Gosebrink (36:31,26).

"Ich habe morgens ganz spontan entschieden, hier mal zu laufen. Ich habe seit Juni nicht mehr ernsthaft trainiert und mir auch nicht wirklich viel ausgerechnet. Als ich dann als Erster im Ziel war, habe ich mich gefreut", sagte Hönig, der als Polizist am Silvesterabend noch Dienst hatte. "Er hat das Tempo bis zum Ende durchgehalten. Bei Kilometer acht habe ich das letzte Mal versucht, ihm gefährlich zu werden, dann war er weg", sagte Jens Gosebrink. Auf Anhieb aufs Treppchen lief Bastian Nitz, der in 37:14,15 Minuten Dritter wurde. "2015 und 2016 habe ich über fünf Kilometer gewonnen. Jetzt wollte ich es mal auf der längeren Strecke probieren. Mein Ziel war es, auf das Treppchen zu kommen, das ist mir gelungen", freute sich der Nachwuchsläufer. Die schnellste Frau über zehn Kilometer war erneut Carina Fierek in 40:16,73 Minuten.

Eine Premiere feierte Annika Grah. Die Tochter von Reiner Podworni, dem 2016 verstorbenen langjährigen Vorsitzenden der Triminators, nahm erstmalig über zehn Kilometer teil. "Seit ich mich erinnern kann, war der Lauf bei uns ein Teil des Silvestertages. Jetzt wollte ich für meinen Vater selbst hier antreten und das machen, was er so geliebt hat -nämlich laufen", sagte Grah. Sie blieb in 57:17,94 Minuten unter ihrer Vorgabe, das Rennen in einer Stunde zu schaffen. "Ich laufe jetzt gut ein Jahr und habe Freude daran. Ich möchte es für mich zur Tradition machen und jetzt immer Silvester hier antreten." Auch Reiner Podwornis Witwe Erika ging an den Start. Sie lief über fünf Kilometer nach 29:18,05 Minuten ins Ziel.

Quelle: RP
 
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