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Fußball
Freude schnell getrübt

Über den Sieg gegen Viersen konnte sich Hiesfelds Coach Janßen nicht lange freuen, weil die Stadt die Plätze des TV Jahn sperrte und kein Training möglich war. Nach nur einer ordentlichen Einheit geht es morgen nach Wülfrath. Von Hendrik Gaasterland

Normalerweise trainieren die Fußballer des TV Jahn Hiesfeld mindestens dreimal in der Woche. Um in der Niederrheinliga zu bestehen, ist diese Intensität auch erforderlich. Vor dem morgigen Spiel beim 1. FC Wülfrath ist aber nun alles anders. Weil die Stadt nicht nur den Rasen im Stadion, sondern auch den Ascheplatz sperrte, konnte Coach Stefan Janßen nur in einer Einheit am Dienstag die Mannschaft für die Partie vorbereiten. Zudem fiel das Freundschaftsspiel gegen den 1. FC Köln aus. "Anstatt auf dem Platz mit dem Ball zu trainieren, waren wir laufen und haben uns irgendwie anders bewegt. Vielleicht gehen wir heute noch in die Soccerhalle – jedenfalls muss man in diesen Tagen einfallsreich sein", meint Janßen am gestrigen Freitag. Wegen des Trainingrückstands sieht er seine Mannschaft morgen auch nur in der Rolle des "krassen Außenseiters".

In der Winterpause verbessert

Auf dem Papier sind die Unterschiede zwischen beiden Mannschaften aber gar nicht so groß. Lediglich vier Tore sind die Wülfrather im Vergleich zum TV Jahn besser, bei den Zählern sind die Vereine mit 24 gleichauf. Dies spielt für Janßen aber wegen der Platzsperre keine Rolle und deshalb war die Freude über den eigenen 2:0-Erfolg gegen Viersen schnell getrübt. "Nach einer so langen Vorbereitung ist ein Sieg kein Nachteil, aber wenn man zweimal vor dem nächsten wichtigen Spiel nicht trainiert, kann man sich nicht lange freuen", sagt der Hiesfelder Trainer.

Weil der Ascheplatz ohnehin im Mai für den geplanten Kunstrasen weichen muss, ist aus Sicht der Jahn-Verantwortlichen eine Schonung des Geläufs überhaupt nicht notwendig. Der Frust ist somit groß, doch den können Mannschaft und Coach am besten morgen in die Partie gegen den Tabellennachbarn stecken und ihn spüren lassen. Die Wülrather überzeugte nämlich am vergangenen Wochenende beim 2:1 in Wuppertal und es wird für die "Veilchen" kein leichtes Unterfangen. "Auch wenn die beiden Tore erst in der Schlussphase fielen, haben sie absolut verdient gewonnen. Wülfrath hat sich mit vier neuen Leuten in der Winterpause stark verbessert", weiß Janßen, der auf Birkan Yilmaz und Mathias Jener weiter verzichten muss. Michael Ohnesorge hatte gesundheitliche Probleme.

Quelle: RP
 
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