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Lokalsport
Für Tugrul Erat heißt es Chemnitz statt Baku

Niederrhein. Den kommenden Sonntag hatte sich Tugrul Erat schon vor vielen Monaten im Kalender markiert. In der WM-Qualifikation trifft Aserbaidschan in Baku auf Weltmeister Deutschland. Als Erat im vergangenen Sommer seinen Dienst beim Drittligisten MSV Duisburg antrat, verriet er seinen Traum: Er wollte in diesem Spiel für Aserbaidschan auf dem Platz stehen. Doch daraus wird nichts. Für Erat heißt es Chemnitz statt Baku.

Für den 24-Jährigen ist Chemnitz indes auch schon eine gute Option, denn in den letzten Monaten spielte der Allrounder beim MSV keine Rolle mehr. Zu Saisonbeginn gehörte er im Mittelfeld zum Stammpersonal. Sein letzter Startelf-Einsatz in der Hinrunde war am 15. Spieltag in Frankfurt. Danach blieb ihm nur die Ersatzbank oder die Tribüne.

Durch die Verletzung von Rechtsverteidiger Nico Klotz rückte Erat nun wieder ins Rampenlicht. Trainer Ilia Gruev brachte ihn in den letzten beiden Spielen von Beginn an in der Abwehrkette. Der Ex-Düsseldorfer hinterließ in Kiel und gegen Erfurt einen guten Eindruck. Somit dürfte er auch am Samstag für das Spiel beim Chemnitzer FC gesetzt sein.

Den MSV will Erat auch als Sprungbrett für weitere internationale Aufgaben nutzen. Dass der erhoffte Sprung erst einmal ausblieb, kann Erat nachvollziehen: "Ohne Ligaeinsätze stehst du zwangsläufig nicht im Blickfeld."

Nicht nur Tugrul Erat steht wieder im Blickfeld. Das gilt auch für Dan-Patrick Poggenberg, der am Samstag sein Startelfdebüt feierte. Die über Monate etablierte Flügelzange in der Defensive mit Nico Klotz und Kevin Wolze, dem laut Ilia Gruev zuletzt die notwendige Frische fehlte, war gegen Erfurt nicht im Einsatz. "Es war sehr schön, von Beginn an dabei zu sein", so Poggenberg. Mit Baku hat er natürlich nichts am Hut, dafür aber mit Chemnitz. Poggenberg bleibt hier aber defensiv: "Es hat sich sehr gut angefühlt, der Mannschaft aktiv helfen zu können. Dabei belassen wir es mal."

(D.R.)
 
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