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Lokalsport
Jos Verbeeck demonstriert Weltklasse

Dinslaken. Trabrennen: Hinter Untouchable LG lässt sich Verbeeck nur von Roland Hülskath mit The winner takes it all bezwingen. Allein dafür lohnte sich der Besuch des PMU-Renntages am Bärenkamp. Hohe Quoten aufgrund voller Startfelder.

Neun Prüfungen standen auf der Trabrennbahn am Bärenkamp beim PMU-Renntag an, acht davon mit einem Preisgeld von je 4500 Euro, was eine enorme Anziehungskraft entwickelt hatte.

14 Pferde hatten sich zum Renntagsauftakt hinter dem Startwagen eingefunden, und wie nichts anders zu erwarten war, spielte vom Start weg auf der Halbmeilenbahn eine gute Lage in den großen Feldern die entscheidende Rolle. So war auch der erste Sieger des Abends gleich im Vordertreffen auszumachen: Loui AS übernahm denn auch bald mit Jochen Holzschuh das Kommando und brachte die Sache gegen Cocobella und Kommaarop CM ins Ziel. 25.929:10 zahlte die Dreierwette.

Ebenfalls fünfstellig wurde es am Toto gleich im Anschluss, als sich aus der Radfahrerlage Andre Bakker mit Rower Lady durchsetzte gegen den durch dritte Spuren gehandicapten Dragona und Thatcher. Hier lautete 11.592:10 die Quote.

Zum Auftakt der V5-Wette lief die erste Bank des Abends, denn von Startplatz zwei schien Gotta Jibboo mit Jaap van Rijn die besten Karten vor dem Zug zu besitzen. Und genau so war es denn auch. Continental Lane und Forrest Beemd komplettierten die erste "leichte" Wette des Abends, die vom 19:10-Sieger 377:10 zahlte. Als 27:10-Co-Favorit setzte Mr Blitzer Byd zum Schluss ganz überlegen den Deckel in der Hand von van Rijn drauf.

Richtig formgemäß ging es dann auch ausgerechnet im Dreier- und Viererwettrennen zu, als Ultrafavorit Unstoppable in weiteres Mal nicht für 12:10 - bei seinem zwölften Lebenssieg - zu stoppen war. Robbin Bot hatte nach nur einer Runde auch den leichten Widerstand von Fantasia Newport gebrochen und war fortan an der Spitze nicht mehr ansatzweise aus den Hufen zu kippen.

Das Rennen der besten Tagesklasse wurde dann gleichfalls zu einer Beute von Robbin Bot. Nach recht identischem Vortrag hatte er sich mit 14:10-Favorit Triomphe Ferm das Kommando gesichert und brachte die Angelegenheit gegen Secret Boy und Brenda Charisma recht sicher nach Hause.

Noch weniger gab es übrigens auf Sieg für Echo Oldeson. Aber Rob de Vlieger ließ den Anhang des 11:10-Brenners auch nicht übermäßig in Schweiß ausbrechen.

Es ist wie beim Fußball oder beim Sport allgemein: The winner takes it all. Und so ist die Leistung des Siegers Roland Hülskath auf gar keinen Fall zu schmälern, der mit Velten Moon River den Schlusspunkt unter die PMU-Karte setzte. Im Gegenteil: Ein anderer als Hülskath wäre vielleicht noch überrascht worden vom "Hexer". Doch was Jos Verbeeck fahrerisch hinter Untouchable LG zeigte, das war ungeachtet des Ehrenplatzes einfach nur schlichte Weltklasse bei einem bloßen "Pflichtspiel". In jeder Sekunde des Rennens schonte Verbeeck die sicherlich nicht übermäßigen Kräfte seines Vierbeiners, nahm ihn aber passgenau nach außen, als er den "Bremsklotz" vor sich schon eine Runde früher antizipierte, verschaffte seinem Schützling nervenstark immer eine gute Deckung und setzte ihn erst dann punktgenau ein, als der Zeitpunkt wirklich gekommen war.

Wer so ein Rennen lesen und gestalten kann im Wagen eines nicht überlegenen Pferdes, wer als Catchdriver die Qualitäten seines Pferdes so einzuschätzen vermag - der liefert auch als Zweiter hinter einem haushohen Favoriten eine Weltklassefahrt ab. Allein dafür hatte sich das Kommen gelohnt.

(cb)
 
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