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Fußball
Kalthoff übergibt an Grimm

Bereits am Montag trat Dirk Kalthoff aus beruflichen Gründen von seinem Amt als Trainer des SuS Dinslaken 09 zurück. Bis zum Saisonende wird Obmann Oliver Grimm wieder als Interimslösung fungieren. Von Hendrik Gaasterland

Das erste Jahr nach dem 100. Geburtstag ist nicht das Jahr des SuS Dinslaken 09. Die A-Jugend hat gewaltige Probleme in der Niederrheinliga die Klasse zu halten und auch der ersten Mannschaft droht der Abstieg aus der Landesliga. Obwohl die Truppe vor der Saison im oberen Mittelfeld der Liga angreifen wollte, liegt sich derzeit an viertletzter Stelle – und das mit den meisten bestrittenen Partien der Teams im Tabellenkeller.

Trotz der angespannten Situation stand Trainer Dirk Kalthoff nie zur Debatte. Das betonte Fußball-Obmann Oliver Grimm auf Anfrage am gestrigen Freitag. Das konnte er auch guten Gewissens, denn Kalthoff warf bereits am vergangenen Montag von selbst das Handtuch. "Aus beruflichen Gründen schaffe ich das nicht mehr. Ich arbeite jetzt an einem größeren Projekt, so dass ich nur noch einmal in der Woche beim Training hätte sein können. Das macht keinen Sinn, zumal die Familie mich auch noch sehen möchte. Und weil ich nicht möchte, dass die Mannschaft absteigt, habe ich mich zu dem Schritt entschlossen", sagte Kalthoff, der dem Team den Klassenerhalt allemal zutraut: "Sie werden es auch ohne mich schaffen. Das Potential ist da, nur ist es mit den vielen Verletzungen absolut nicht unser Jahr gewesen."

Alle Zeichen stehen auf Abstieg

Grimm akzeptierte die Entscheidung des Coaches und wird bis zum Saisonende wie vor zwei Jahren selbst als Interimstrainer fungieren. Die Mannschaft befürwortete diese Lösung, nur Grimm scheint nicht ganz glücklich zu sein – schließlich ist er jetzt Obmann, Trainer der "Ersten" und der B-Junioren sowie Platzwart. "Auf Anhieb findet man ja auch keinen neuen Trainer, deshalb mache ich das jetzt wieder. Aber eigentlich habe ich genügend selbst zu tun und man muss aufpassen, dass sich dieser Effekt nicht irgendwann abnutzt, wenn ich alle zwei Jahre in die Bresche springen muss."

Bis zum Sommer wird Grimm nun das "Mädchen für alles" spielen und nebenbei zwei neue Trainer für die erste und zweite Mannschaft – auch Thorsten Bohnert hört zum Saisonende in der Reserve auf – suchen. "Wenn es einmal kommt, dann knüppeldick. Alle Zeichen stehen auf Abstieg, aber vielleicht leben ja Totgesagte länger", hat Grimm die Hoffnung noch nicht verloren. Er wird bei seiner Arbeit wie bei der B-Jugend auch von Michael Skaletz unterstützt, "da man ja doch um zehn Jahre sonst altern würde."

Das eingespielte Duo hat morgen mit dem Auswärtsspiel bei der Spielvereinigung Sterkrade 06/07 die erste schwere Aufgabe vor der Brust. Coach Grimm hofft auf ein dreckiges Spiel, das irgendwie gewonnen wird. Doch wie zu Kalthoffs Zeit hat der SuS weiterhin große Personalsorgen. Neben den Langzeitverletzten fehlten Marvin Baron, Ingo Hermann, Ugur Aydin und Sadettin Isik beim Training.

Quelle: RP
 
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