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Lokalsport
MSV-Neuzugang Tomané glaubt an einen Sieg gegen den KSC

Niederrhein. Nach der Niederlage auf der Bielefelder Alm bleibt der Zweitligist die harmloseste Auswärtsmannschaft im deutschen Profifußball.

Es war kein Traumdebüt, aber ein vielversprechender Einstand. António Manuel Fernandes Mendes, kurz Tomané genannt, zählte bei der 1:2 (1:2)-Niederlage des MSV Duisburg zu den Gewinnern beim Fußball-Zweitligisten. Das Schlusslicht leidet nach wie vor an alten Defensiv-Krankheiten, hat sich dafür aber in der Vorwärtsbewegung gestrafft. Auch dank Tomané.

Seine Bilanz nach den 94 Minuten am Montagabend auf der Bielefelder Alm: drei gefährliche Torschüsse, 26 Ballkontakte, 44 Prozent gewonnene Zweikämpfe und zehn gespielte Pässe, von denen vier den richtigen Abnehmer fanden. Tomané ging weite Wege, kämpfte, sprintete und rackerte: "Ich versuche, der Mannschaft zu helfen."

Ganz nachvollziehen konnte der 23-Jährige das Lob nicht. "Wenn Sie mich als besten MSV-Spieler gesehen haben, dann haben Sie von mir noch nicht viel gesehen", meinte Tomané schulterzuckend zu den mitgereisten Duisburger Journalisten. Mit dem einen oder anderen Bielefelder Abwehrschrank machte Tomané Bekanntschaft. Gepfiffen wurde für Duisburgs neuen Angreifer eher wenig. Referee Robert Schröder entschied zwei Mal auf Freistoß für Tomané, drei Mal wertete er sein Einsteigen als nicht regelkonform. "Tomané hat sich viel bewegt, ist weite Wege über die Außenpositionen gegangen. Er hat in unserem Spiel für Belebung gesorgt", zog Duisburgs Chefanweiser Ilia Gruev ein zufriedenes Fazit über das Debüt seines neuen Schützlings. Gruev sah aber auch, "dass zwei, drei Situationen von Tomané etwas unglücklich gelaufen sind."

Unter dem Strich fuhren die Meidericher wieder mit leeren Händen Richtung Ruhrgebiet, bleiben die harmloseste Auswärtsmannschaft im deutschen Profifußball (ein Punkt aus zehn Partien). "Ich bin über die Niederlage richtig enttäuscht. Wir waren mutig, aggressiv, haben hoch verteidigt", zählte Gruev die positiven Erkenntnisse auf und ärgerte sich über das gefährliche Spiel gegen den aufgerückten Abwehrchef Branimir Bajic, "für das wir einen Elfmeter hätten kriegen müssen." Was die Defensive anbelangt, war es aber nicht nur Pech, sondern vor allem fehlerhaftes Verhalten, das die Niederlage einleitete.

In der Entstehung des 1:1 durch Fabian Klos (22.) konnte Kevin Wolze die Flanke nicht verhindern, im Abwehrzentrum ließen sich Thomas Meißner & Co. in deutlicher Überzahl düpieren. Ähnliches Bild beim 2:1 durch Christopher Nöthe (26.): Da Bajic mehrere Meter hinter der eigenen Verteidigungslinie stand, war kein Abseitsstellen des durchstartenden Vorbereiters Klos möglich. Wolze konnte die Hereingabe nicht stoppen, im Zentrum kamen Steffen Bohl und Meißner zu spät. Tomané blickt nach der Start-Enttäuschung auf Samstag, wenn es gegen Karlsruhe geht. "Ich freue mich auf das erste Spiel in der Arena und tippe auf einen 2:0-Sieg."

Quelle: RP
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