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MTV erobert die Spitze der Verbandsliga

Lokalsport: MTV erobert die Spitze der Verbandsliga
Nicht aufzuhalten war Dinslakens Florian Körner in dieser Szene. Am Ende standen acht Tore auf seinem Konto, wobei er sich auch noch einige Fehlversuche leistete. FOTO: Heiko Kempken
Dinslaken. 33:21 (18:5)-Erfolg über die überforderte Reserve des TV Korschenbroich war nur ein Spaziergang. Während des Spiels kam die Nachricht vom Sieg des TV Jahn Hiesfeld beim Tabellenführer TV Oppum. Konzentration ließ später nach. Von Bernd Vennemann

Plötzlich geriet der eigene Sieg etwas zur Nebensache. Denn Mitte der zweiten Halbzeit sickerte am Samstagabend die Nachricht vom Erfolg des Tabellenletzten TV Jahn Hiesfeld beim amtierenden Tabellenführer TV Oppum durch. Damit hatte der MTV Rheinwacht durch den einem Spaziergang gleichen 33:21 (18:5)-Sieg über die Reserve des TV Korschenbroich selbst die Tabellenführung der Verbandsliga übernommen. Die Niederlage zum Saisonauftakt in Oppum stellt sich immer mehr als Betriebsunfall heraus.

Beim Aufwärmen machte die Mannschaft aus Korschenbroich noch einen ganz guten Eindruck. Der war spätestens nach der ausgeglichenen Anfangsphase dahin, als die Gästespieler so gut wie keine Lücke mehr in der aufmerksamen Dinslakener Deckung fanden. Und was dann trotzdem noch aufs MTV-Tor kam, das wehrte der diesmal über die gesamten 60 Minuten im Tor stehende Niklas Bell mit stoischer Ruhe ab.

Da machte es auch nichts, dass die Dinslakener in der Anfangsphase alles andere als gut trafen. Gleich dreimal klatschte der Ball ans Metall des Korschenbroicher Gehäuses. Doch schon da schreckten die TV-Spieler zusammen, ahnten, was ihnen in der Folgezeit noch bevorstehen würde. Und genau so kam es. Die Angriffsmaschinerie des MTV kam immer mehr ins Rollen, Tore fielen bis zur Pause wie am Fließband. Als auch noch der letzte Angriff Sekunden vor der Sirene erfolgreich abgeschlossen wurde, hieß es 18:5. Ein absolutes Debakel schien sich für das Reserveteam gegen eine bis dahin hoch konzentrierte Rheinwacht-Mannschaft abzuzeichnen.

Doch in der zweiten Halbzeit kam, was kommen musste. Die Konzentration auf Dinslakener Seite ließ immer mehr nach. Und rechnet man mal die Treffer der zweiten Hälfte zusammen, dann erzielten die Gäste sogar einen mehr. Die Zuschauer auf den an einem Samstagabend längst nicht so gut gefüllten Rängen der Douvermannhalle nahmen das gleichmütig hin. Auch die Tatsache, dass der Torgarant der letzten Spiele - Rechtsaußen Lars Jankowski - sich in Hälfte zwei gleich fünf Fehlversuche hintereinander leistete.

Durch den schon früh so klaren Spielstand konnte es sich Trainer Burkhard Bell erlauben, allen Akteuren seines doch großen Kaders genügend Spielzeit zu gewähren. Nicht dabei waren, wie vorher angekündigt, die angeschlagenen Sebastian Brandscheid und Jonas Höffner. Zumindest Brandscheid hätte aber auflaufen können.

"Das war eine konzentrierte erste Halbzeit", stellte Trainer Bell hinterher fest, "leider haben wir dann aus verständlichen Gründen die Konzentration nicht mehr hoch halten können und uns in der zweiten Halbzeit unter Wert verkauft."

MTV Rheinwacht: N. Bell, Mertineit; d'Auria (2), Jankowski (3), E. Schwengers,. Ahls (2), Enders (7/1), B. Schwengers (2), Tomke (1), Reede (4), F. Bell (1), Körner (8/1), Tuda (3).

Quelle: RP
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