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Lokalsport
MTV gegen Kaldenkirchen unterfordert

Dinslaken. Beim 31:18 (18:9) des Spitzenreiters der Handball-Verbandsliga über den den Tabellenfünften TSV Kaldenkirchen ließ die Konzentration bei den Dinslakenern in der zweiten Halbzeit deutlich nach. Gäste-Trainer Linden mit eigenartiger Taktik. Von Bernd Vennemann

Entspanntes Gelächter auf der Tribüne der Douvermann-Halle. 29:17 stand es im Spiel des MTV Rheinwacht Dinslaken gegen den TSV Kaldenkirchen, und die Akteure des souveränen Tabellenführers übertrafen sich im Auslassen bester Torchancen. Schließlich war es Maximilian Reede leid und knallte den Ball aus fast zwölf Metern zum 30:17 ins gegnerische Gehäuse. Damit war er die obligatorische Kiste Bier für das 30. Tor los, die sich die Mannschaft nach der Partie schmecken ließ. Dass es am Ende 31:18 (18:9) für die Truppe von Trainer Burkhard Bell hieß, ging da schon fast unter.

Hatte man den TSV, der schon im Hinspiel nicht viel Widerstand geleistet hatte, vorher noch etwas stark geredet, so präsentierte sich das Team von Trainer Felix Linden gestern nur als besserer Trainingspartner für den MTV, der nun schon der Partie am 20. März gegen Verfolger SV Neunkirchen entgegenfiebert. Kopfschütteln zudem bei den Zuschauern, die so ganz die Taktik des früheren Friedrichsfelder Damen-Trainers Linden nicht so ganz verstanden. Der ließ nämlich in Abschnitt zwei sehr oft mit sieben Akteuren angreifen, wobei sich der siebte Feldspieler bei den Offensivaktionen des MTV auch noch ins Tor stellte. Das wurde von den Dinslakenern eigentlich viel zu wenig ausgenutzt. Einmal landete ein weiter Ball des auch gestern wieder sehr starken MTV-Keepers Aaron Mertineit weit neben dem Kaldenkirchener Tor.

"Wir haben konzentriert begonnen, dann am Ende der ersten Halbzeit allen Spielern ihre Anteile gegeben und dadurch etwas den Spielfluss verloren", fasste Burkhard Bell den ersten Abschnitt zusammen. Tatsächlich ließen die Gastgeber zunächst kaum Aktionen der Mönchengladbacher zu, waren selbst hoch konzentriert und suchten den Abschluss, was schnell zu einer hohen Führung (8:2) beitrug.

Von den Gästen, bei denen lediglich vom routinierten Sebastian Gerrits etwas Gefahr ausging, war nach den ersten fünf Minuten nicht mehr viel zusehen. Doch auch der MTV passte sich im Verlaufe der Begegnung dem schwachen Niveau an. Es häuften sich hüben wie drüben technische Fehler. Trotzdem bauten die Dinslakener ihre Führung noch weiter aus, auch wenn es am Ende mehr als die 31 Tore hätten werden dürfen.

"Wir haben in der Abwehr eigentlich auch in der zweiten Halbzeit gut gestanden", so Bell, der schon im Hinblick auf das Neunkirchen-Spiel eine 5:1-Formation in der Deckungein üben ließ.

MTV Rheinwacht: Mertineit, N. Bell; d'Auria (4), Jankowski (1), Brandscheid (2), Enders (4), Schwengers (1), Höffner (1), Tomke (1), Reede (5), F. Bell (2), Körner (1), Tuda (8/5), Krölls (1).

Quelle: RP
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