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Lokalsport
MTV zeigt eine eindrucksvolle Reaktion

Dinslaken. Handball-Verbandsligist warf sich beim 33:18 (15:8) über Lürrip den Frust von der Seele. Wieder an der Tabellenspitze. Von Bernd Vennemann

Die deprimierende Niederlage vor gut einer Woche und den damit verbundenen Verlust der Tabellenführung wollte Handball-Verbandsligist MTV Rheinwacht Dinslaken schnell vergessen machen. Und das gelang der Mannschaft auch eindrucksvoll, obwohl der gestrige Gegner absolut kein Maßstab sein sollte. Die Turnerschaft Lürrip nämlich spielte gestern in der Halle an der Douvermannstraße nicht mehr als eine Statistenrolle. Nach dem 33:18 (15:8) grüßt die Mannschaft von Trainer Burkhard Bell wieder von der Tabellenspitze, weil sich der bisherige Tabellenführer Treudeutsch Lank gegen die Zweitvertretung von Adler Königshof in eigener Halle eine 30:36-Niederlage leistete.

Entsprechend gut war die Stimmung nach dem Abpfiff, als Trainer Bell von genau der Reaktion sprach, die sich die Spieler nach der Niederlage in Neukirchen vorgenommen hatten. "Wir haben auch in der Halbzeitpause die Spannung hoch gehalten und damit den Gegner gleich unter Druck gesetzt", meinte der Coach, der aber auch sein derzeitiges Sorgenkind ansprach.

Er nannte zwar ausdrücklich nicht den Namen von Maximilian Reede, als er davon sprach, dass einem solchen Spieler durch entsprechende Einsatzzeit das scheinbar nicht mehr vorhandene Selbstvertrauen wieder gegeben werden muss. Und Spielzeit bekam der lange Halblinke genug, auch wenn es dabei bei vielen Versuchen nur zu zwei Toren für ihn reichte. Ansonsten stand diesmal ein Mann im Mittelpunkt, der längst nicht an die Körpergröße von Reede heranreicht. Kreisläufer Christoph Enders warf in der etwas zähen Anfangsphase nicht nur die ersten drei Tore für den MTV, er betätigte sich auch als Siebenmeterschütze, scheiterte allerdings in der zweiten Halbzeit damit einmal.

Die besten Anspiele für Enders kamen dabei von Philipp Tuda, der ebenfalls eine starke Leistung bot, dies auch noch mit sechs Toren nachhaltig unterstrich.

Mussten die Dinslakener zunächst einen 0:2-Rückstand aufholen, so wurden sie gegen allerdings schwache Gäste im Verlaufe der Partie immer sicherer. Zudem war Aaron Mertineit, der im zweiten Abschnitt nur bei zwei Siebenmetern von Niklas Bell im Tor abgelöst wurde, ein starker Rückhalt. Er selbst hielt einen Siebenmeter, Bell auch einen. So konnte Burkhard Bell munter durchwechseln, wodurch die Qualität allerdings nicht litt. Die Lürriper fügten sich im Laufe der Partie in ihr Schicksal, weil sie einfach einsahen, dass sie gegen einen MTV in dieser Verfassung überfordert waren.

MTV Rheinwacht: Mertineit, N. Bell; d'Auria (2), Jankowski (1), E. Schwengers, Brandscheid (2), Ahls (2), Enders (9/1), B. Schwengers, Höffner (2), Reede (2), F. Bell (3), Körner (4), Tuda (6).

Quelle: RP
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