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Lokalsport
Nach zähem Beginn dreht der MTV in Mülheim auf

Mülheim. Dinslakener Verbandsliga-Spitzenreiter setzt sich bei der HSG mit 34:23 (12:8) durch. Überragender Tuda. Von Bernd Vennemann

Kreisläufer Christoph Enders hatte vorher gewarnt: "Das wird eine zähe Angelegenheit." Damit meinte er den Auftritt seines MTV Rheinwacht Dinslaken beim Tabellenvorletzten der Handball-Verbandsliga, der HSG Mülheim. Lange Zeit sah es tatsächlich nach Enders' Einschätzung aus, am Ende jedoch hatte der Tabellenführer mit einem 34:23 (12:8)-Erfolg seine Favoritenrolle untermauert.

"Nach drei Wochen Pause mussten wir uns erst einmal finden", erklärte Trainer Burhard Bell später zu der Tatsache, dass die Dinslakener nur sehr schwer ins Spiel fanden. Sage und schreibe sechs Minuten dauerte es, ehe die Gastgeber durch einen Siebenmeter das erste Tor des Abends erzielten. Volle zehn Minuten waren vergangenen, bevor Philipp Tuda, dem Bell einen "Sahnetag" bescheinigte, den MTV mit 2:1 in Führung brachte. Danach jedoch war es ein relativ normales Spiel, in dem die Gäste kurz vor der Pause einen Gang zulegten und so eine sichere Führung von vier Toren herauswarfen,

Das lag bis dahin zu einen an der glänzenden Leistung, die Aaron Mertineit im MTV-Tor bot. Zum anderen an der Tatsache, dass das Spiel der Dinslakener Mitte der ersten Halbzeit an Schnelligkeit und Dynamik zunahm, weil Bastian Schwengers eingewechselt wurde und die Regie in der Mitte übernahm.

Als der Tabellenführer in Halbzeit zwei schnell davonzog und nie einen Abstand von weniger als vier Toren zuließ, "habe ich wegen der schweren Wochen, die auf uns warten, viel gewechselt", merkte Burkhard Bell später an.

Während Lars Jankowski wie angekündigt fehlte, war auf Rechtsaußen Jonas Ahls dabei und markierte nach zunächst zwei Fehlversuchen auch vier blitzsaubere Treffer. Neben dem überragenden Phillip Tuda fand auch Maximilian Reede im Verlaufe der Partie in die Spur. Da saß sein Pendant auf Halblinks, Florian Körner, längst draußen und pflegte sein schmerzendes Knie. Gelungen auch das Debüt des jungen John Krölls. Der kam in der Schlussphase zum Einsatz und bedankte sich mit zwei schönen Toren.

Besonders aufmerksam wurde übrigens Christoph Enders bewacht. Das hinderte den nach der Saison zum VfL Gladbeck wechselnden Kreisläufer aber nicht daran, fünfmal bei den Torschützen aufzutauchen.

MTV: N. Bell, Mertineit; Tuda (10/3), Brandscheid (2), F. Bell, Ahls (4), Enders (5), Reede (6), Körner, Höffner, Tomke (2), Krölls (2), d' Auria (1), B. Schwengers (2).

Quelle: RP
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