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Lokalsport
Oberligist mit 2:1-Pflichtsieg gegen Sonsbeck

Dinslaken-Hiesfeld. Der TV Jahn gewann gegen einen harmlosen Abstiegskandidaten dank der Tore von Jan Pirschel und Danny Rankl. Trainer Jörg Vollack schickte ein ganz neu formierte Mannschaft ins Spiel. Von Hendrik Gaasterland

Für das Heimspiel gegen den SV Sonsbeck musste sich Jörg Vollack etwas einfallen lassen. Ekin Yolasan und Dennis Wichert fehlten wegen der fünften gelben Karte, Kevin Corvers verletzte sich beim Abschlusstraining schwer und fällt für den Rest der Saison aus. Und weil der Coach des TV Jahn Hiesfeld auch noch Torwart Sebastian Wickl nach dessen zwei Patzern unter der Woche bei Schwarz-Weiß Essen gegen Kevin Hillebrand austauschte, stand eine ganz neu formierte Truppe auf dem Rasen, die aber trotz der vielen Umstellungen nichts gegen den Abstiegskandidaten anbrennen ließ. Nach zwei Niederlagen in Folge holten die "Veilchen" mit einem 2:1 (1:0) wieder drei Punkte.

Das Ergebnis fiel hochverdient aus, da den Sonsbeckern lange nicht anzumerken war, dass sie sich im Kampf um den Klassenerhalt befinden und eigentlich nur noch Siege zählen. Doch von einem besonderen Einsatzwillen war nichts zu spüren, auch nicht bei den Ex-Hiesfeldern Michel Tißen und Stephan Schneider, die an alter Wirkungsstätte zunächst kaum auffielen.

Besondere Akzente setzt ein anderer und der trug das Jahn-Trikot: Jan Pirschel kam im rechten Mittelfeld auf ungewohnter Position zum Einsatz und war nicht nur wegen seines Tores zum 1:0 der beste Mann auf dem Platz. Bei seiner Flanke, die abgefälscht wurde und dadurch am zweiten Pfosten einschlug, hatte er jedoch Glück (43.). Auch an der ersten Chance nach dem Seitenwechsel war Pirschel beteiligt, als Danny Rankl gegen seinen alten Verein die Chance hatte, die Führung auszubauen. Auf ein Lebenszeichen der Gäste musste bis in die Schlussphase gewartet werden und dann war es Schneider, der nach einem Freistoß per Kopf gefährlich wurde. Das war die bislang auffälligste Aktion des ehemaligen Hiesfelders, während der völlig blasse Kollege Tißen zu diesem Zeitpunkt längst ausgewechselt war.

Für die Vorentscheidung sorgte kurz darauf Rankl in allerbester Mittelstürmermanier. Damiano Schirrus Schuss hielt Schlussmann Ahmet Taner auf dem nassen Rasen nicht fest und Rankl staubte locker ab (83.). Ganz in trockenen Tüchern war der Sieg damit aber nicht, denn noch einmal ließ es der TV Jahn zu, dass Schneider nach einem Freistoß völlig frei zum Kopfball kam und unhaltbar zum Anschluss einnickte (89.). Für einen Ausgleichstreffer war Sonsbeck aber insgesamt viel zu harmlos und eher hätte wiederum Rankl für den alten Zwei-Tore-Vorsprung sorgen können.

"Wir hatten gefühlte 90 Prozent Ballbesitz und haben es sehr geduldig gemacht. Aber dass wir am Ende keine Zuordnung haben, kann nichts sein. Es darf nicht passieren, noch einmal hier ins Zittern zu kommen", meinte Coach Vollack.

TV Jahn: Hillebrand; Kolberg, Borutzki (56. Schoof), Rademacher, Ohnesorge, Melis, Mastrolonardo, Pirschel (82. Hecht), Schirru, Gombarek (88. Kratzer), Rankl.

Quelle: RP
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