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Lokalsport
Präsident Wald: Eines von 25 Finalspielen

Niederrhein. MSV heute gegen Paderborn. Mit Nurettin Kayaoglu soll bereits der sechste Nachschlag kommen.

1860 München bringt einen Punkt aus Bielefeld mit, der Karlsruher SC rettet in letzter Sekunde das Remis gegen den SC Freiburg. Zwei Konkurrenten des MSV Duisburg im Tabellenkeller der 2. Fußball-Bundesliga schafften am Wochenende zwar nicht den ersehnten Befreiungsschlag, dürften aber mit dem Erreichten zufrieden gewesen sein. Auf eine solche Position könnten sich die Zebras wohl kaum zurückziehen, sollte am Ende der heutigen Partie gegen den SC Paderborn 07 (20.15 Uhr, Schauinsland-Reisen-Arena) ebenfalls eine Punkteteilung stehen. Es wäre dann erst der dritte Zähler im zehnten Saisonspiel - hochgerechnet auf 34 Runden zu wenig, um wenigstens noch auf den Relegationsplatz zu springen.

"Das ist das Aufeinandertreffen von zwei Mannschaften, die noch nicht in Schwung gekommen sind", überschreibt Gino Lettieri das Gastspiel des Bundesliga-Absteigers in der Arena. Selbst im Falle des heutigen ersten Saisonsieges würde der MSV weiter auf Platz 18 verharren.

Gleichwohl wäre dieses Erfolgserlebnis so dermaßen wichtig - um eben nicht jede Hoffnung zu verlieren, wenigstens zwei Kontrahenten hinter sich lassen zu können. Die aktuelle Ausfallmisere ist sicher ein Argument, aber irgendwann fragt niemand mehr danach, warum der MSV von unten grüßt. Heute stellt sich der Kader ähnlich knapp dar wie zuletzt beim 2:3 in Berlin. Zwar kehren James Holland und Rolf Feltscher nach Sperren zurück, während Neuzugang Giorgi Chanturia erstmals spielberechtigt ist, aber dafür fehlen die verletzten Dustin Bomheuer und Enis Hajri; außerdem holte sich der Schweizer Gianluca Hossmann gestern im Trikot der Reserve beim 0:2 in Uerdingen eine Ampelkarte ab und ist folglich gesperrt.

Noch kein Kaderthema ist Nurettin Kayaoglu. Der ehemalige türkische Juniorennationalspieler trainiert bei den Zebras mit, soll aber nach seinem Vertragsende beim Zweitligisten Boluspor behutsam aufgebaut werden. "Wir sehen in ihm einen Perspektivspieler mit hoher Identifikation", sagt Präsident Ingo Wald. Der 23-jährige Kayaoglu stammt gebürtig aus Duisburg. Das Risiko, den Linksverteidiger dazu zu nehmen, stuft der Klubchef eher als "gering" ein. Kayaoglu wäre für die Zebras die nächste Nachverpflichtung. Zuvor waren im Saisonverlauf schon Victor Obinna, Lasha Dvali, Holland, Hossmann und Chanturia zum Aufsteiger gestoßen, was teils Unverständnis auslöste.

Wald sieht in den Nachjustierungen allerdings kein Problem. "Ich bin nicht skeptisch", sagt der Präsident, "die Leute, die wir geholt haben, waren alle vorher schon im Gespräch gewesen, aber da gab es eben noch keine Einigung." Wald hofft, dass der Negativfluch heute beendet wird. "Vom Gefühl her denke ich, dass wir alles Schlechte schon abgegrast haben." Er gibt allerdings zu bedenken: "Paderborn ist nicht das Endspiel, sondern eines von 25 Finalspielen um den Klassenerhalt für uns."

(T.K./tt)
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