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Rp-Thema Rheinische Meisterschaften Im Reiten In Hünxe
RuF Hünxe feiert zwei Heimsiege

Rp-Thema Rheinische Meisterschaften Im Reiten In Hünxe: RuF Hünxe feiert zwei Heimsiege
Simone Boie vom RFV Bruckhausen gewann mit ihrem Pferd Scotch die Rheinische Meisterschaft bei den Reitern. FOTO: Büttner Martin
Dinslaken. Auf dem Gutshof Glückauf fand das Internationale Vielseitigkeitsturnier statt. Anna Lena Schaaf und Frauke Rockhoff vom Gastgeber RuF Hünxe wurden Rheinische Meisterinnen. Auch Simone Boie vom RFV Bruckhausen belegte den ersten Platz. Von Hendrik Gaasterland

hünxe Anna Lena Schaaf verspürt vor Turnieren keine besondere Nervosität. Beim Internationalen Vielseitigkeitsturnier des RuF Hünxe passierte es dann aber doch einmal: Das Herz schlug bei ihrem Heimspiel schneller als vor anderen Wettkämpfen. "Vor dem letzten Springen war ich ein bisschen aufgeregter als sonst, weil es die letzte Sichtung vor der Europameisterschaft war und es für mich um wichtige Punkte ging. Dass ich jetzt für die EM nominiert wurde, damit ist ein Traum von mir in Erfüllung gegangen", sagte die Rheinische Meisterin und Zweitplatzierte der CCIP1*-Prüfung der Ponyreiter mit Pearl.

Die 14-Jährige war jedoch nicht die einzige Rheinische Meisterin vom gastgebenden RuF. Auch Frauke Rockhoff belegte mit Leo vom Wurzeldeich bei den Junioren für die Hünxer den ersten Platz. "Für unseren kleinen Verein ist das ein mehr als hervorragendes Abschneiden", sagte Hünxes Vorsitzender Dieter Heisterkamp, der mit seinem Team wieder eine perfekt organisierte Veranstaltung über drei Tage auf die Beine gestellt hatte. Die Sonne strahlte vom Himmel, beim Geländetag am Samstag strömten die Reitsportfans nur so zum Gutshof Glückauf. Dass es im Gelände auch nur zu einem harmlosen Sturz gekommen war und alle Reiter gesund blieben, stellte für Heisterkamp den Höhepunkt des Turniers dar. "Die Vielseitigkeit ist keine ungefährliche Sportart. Kleinigkeiten können im Gelände zu Stürzen führen. Aber wenn der letzte Reiter am Samstag heil nach Hause gekommen ist, dann wissen wir, dass der Parcours passte und auch wir einen guten Job gemacht haben."

Kathrin Witzel von der RP Mediengruppe gratuliert Fritz Ludwig Lübbeke zum Sieg der CIC1*-Prüfung. FOTO: Büttner Martin

Durch die gute Arbeit beim Vielseitigkeitsturnier kamen auch in diesem Jahr Top-Reiter nach Hünxe. Mannschaftsolympiasieger Dirk Schrade und Andreas Dibowski sowie die frühere Weltmeisterin Bettina Hoy reisten unter anderem mit ihren Pferden an. Dass die für die Olympischen Spiele in Rio nominierten besten deutschen Reiter passen mussten, wertete das Turnier nicht ab. "Natürlich wäre ein Michael Jung ein Zugpferd gewesen. Sein Reitstil ist eine Augenweide. Allerdings richten sich dann auch alle Blicke auf ihn und die Leistungen der anderen Reiter gehen vielleicht ein bisschen unter. Für unser ländliches Turnier war es so, wie es in diesem Jahr abgelaufen ist, auch vollkommen in Ordnung", sagte RuF-Funktionärin Christina Skoeries.

Im Mittelpunkt standen so Sportler wie Simone Boie vom RFV Bruckhausen. Sie belegte mit Scotch in der CIC2*-Prüfung hinter Olympiasieger Dibowski den zweiten Platz, wurde Rheinische Meisterin der Reiter und entschied den U 25-Fördercup für sich. Oder Helena Bottermann vom RuF Hünxe, die bei der Rheinischen Meisterschaft der Ponyreiter hinter Siegerin Anna Lena Schaaf Dritte wurde.

Anna Lena Schaaf startet in vier Wochen bei der Europameisterschaft der Ponyreiter in Dänemark. FOTO: Büttner Martin

Kurz vor dem Ende der zwölften Auflage des Hünxer Vielseitigkeitsturniers wurde auf dem Springplatz ein Publikumsliebling noch verabschiedet. Für den 19-jährigen Oje Oje ist das Leben als Wettkampfpferd zu Ende gegangen. Von 2009 bis 2015 gehörte Oje Oje dem Bundeskader an, seinen Namen trug er zu seiner Anfangszeit bei der Dressur nicht umsonst. "Aber am schnellsten wart ihr schon immer", sagte Andrea Stahlschmidt aus dem deutschen Bundestrainerteam, bevor Freya Füllgraebe (Krefeld) mit dem Europameister von 2011 auf die letzte Ehrenrunde ging. "Das Besondere ist, dass er von einer Schulpferdstute im Rheinland gezogen wurde. Deshalb sollte er auch im Rheinland aus dem großen Sport genommen und verabschiedet werden", so Skoeries.

Die Karriere von Oje Oje ist jetzt vorbei, aber für Anna Lena Schaaf wird die Teilnahme an der Europameisterschaft der Ponyreiter im dänischen Vilhelmsborg in vier Wochen ein weiterer kleiner Schritt nach vorne sein. Zuvor steht noch ein Lehrgang an. "Aber davor geht es für mich erst einmal in den Urlaub - ohne Pferd."

Beim Geländetag am Samstag verteilten sich die Zuschauer auf der ganzen Anlage und feuerten wie der Opa von Frauke Rockhoff (rechte) die Reiter an. FOTO: Büttner Martin
Quelle: RP
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