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SGPO gewinnt hitziges Derby

Lokalsport: SGPO gewinnt hitziges Derby
Die beiden Torschützen im direkten Duell: der Voerder Jens Jäger (links) und SGP-Kicker Enis Cabri. Die Zuschauer sahen zwar keine hochklassige, aber dafür eine kampfbetonte Partie. FOTO: Martin Büttner
Lokalsport. Die SGP Oberlohberg behauptet nach dem Erfolg gegen den TV Voerde die Tabellenführung. Die Gäste spielten lange Zeit gut mit, ehe sie binnen einer Minute zwei späte Gegentreffer hinnehmen mussten. Elfmeterpfiff blieb aus. Von Christopher Schneske

dinslaken-Oberlohberg Das Kellerkind TV Voerde bot dem Spitzenreiter SGP Oberlohberg in einem intensiven Bezirksligaderby einen offenen Schlagabtausch, kassierte allerdings in der Schlussphase zwei Gegentreffer, so dass die Mannschaft von Trainer Jens Gräber mit 1:3 (1:1) unterlag.

Beide Mannschaften gingen mit viel Tempo in die Begegnung und offenbarten in der Defensive eklatante Schwächen. Bereits nach sechs Minuten stand es 1:1. Zuerst brachte Enis Cabri die Gastgeber mit einem strammen Schuss ins lange Eck in Führung (3.), ehe Jens Jäger eine Minute später per Kopf den Ausgleich besorgte. Der TV Voerde begann sehr engagiert, ging aggressiv in die Zweikämpfe und machten es dem Tabellenführer so schwer wie nur möglich. Die Verunsicherung der Gäste war wie weg geblasen. Ihnen war nach dem letzten Auswärtssieg nach zuvor sechs Pleiten in Serie das Selbstvertrauen zurückgekehrt. Dagegen knabberten die Hausherren vor allem im ersten Durchgang scheinbar noch an der ersten Saisonniederlage. Sie erspielten sich zwar einige gute Chancen, doch ein weiteres Tor wollte zunächst nicht fallen. Auch weil TVV-Torhüter Julian Welfonder einen guten Tag erwischte.

Miserable Chancenverwertung

Nach dem Seitenwechsel investierten die beiden Kontrahenten weiterhin sehr viel für das eigene Spiel, allerdings übernahmen die Hausherren zunehmend das Kommando und erspielten sich ein deutliches Chancenplus. Torschütze Cabri setzte einen Freistoß knapp am Giebel vorbei (49.) und Viktor Klejonkin spielte sieben Meter völlig frei vor dem Tor den Ball lieber zu seinem im Abseits stehenden Mitspieler Civana, statt die Führung selbst zu erzielen (67.). Auch die Gäste kamen zwei-, dreimal gefährlich nach vorne und hätten nach einem Handspiel von Dennis Gibis einen Elfmeter bekommen können. "Das war die Schlüsselszene des Spiels. Das ist sehr deprimierend", fand Trainer Gräber nach dem Spielende. Stattdessen gingen die Gastgeber in der 83. Spielminute erneut in Führung. Nach einer flachen Hereingabe von Civana grätschte Denis Muhs das Leder ins eigene Tor . In Schockstarre fingen sich die Gäste eine Minute später noch das spielentscheidende 1:3 durch den laufstarken Sascha Neuland. "Unser größtes Manko ist und bleibt die Chancenverwertung. Doch der letzte Wille der Mannsschaft hat dieses Spiel entschieden", konstatierte SGPO-Trainer Mahmut Tas hinterher.

Sein Pendant Jens Gräber gestand die Niederlage ein, war aber auch mit der Leistung seiner Elf zufrieden: "Wir haben über weite Strecken gut mitgespielt. Jedoch fehlt uns momentan auch einfach das Glück."

Quelle: RP
 
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