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Lokalsport
So klappt es mit dem Klassenerhalt

Dinslaken-Hiesfeld. Fußball-Oberligist TV Jahn Hiesfeld kassiert gestern Abend gegen den TSV Meerbusch nach 2:0-Führung das 2:2, siegt schließlich aber noch mit 5:2. Trainer Thomas Drotboom lobte seine Mannschaft in den höchsten Tönen. Von Timo Kiwitz

Der TV Jahn Hiesfeld hat im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Oberliga ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt. Dank eines leidenschaftlichen Auftritts besiegten die "Veilchen" gestern Abend auf dem heimischen Kunstrasen den TSV Meerbusch mit 5:2 (2:0) und sorgten damit nicht nur bei ihren Anhängern für Begeisterung, sondern auch bei ihrem Trainer. Thomas Drotboom war nach dem Schlusspfiff kaum zu bremsen. "Ich bin unheimlich stolz auf die Mannschaft. Die Jungs wollen einfach. Das sieht man in jedem Training, in der Kabine und beim Drumherum. Sie wollen allen zeigen, was sie können", erklärte der Jahn-Coach euphorisch.

Der unbedingte Wille zum Erfolg war den Hiesfeldern tatsächlich vom Anpfiff an anzumerken. Spielerisch lief zwar nicht alles rund, aber in der Defensive ließen die Hausherren in Hälfte eins überhaupt nichts anbrennen, und immer wenn der TV Jahn seinen Gegner früh und konsequent unter Druck setzte, geriet dieser ins Schwimmen.

Wie beim 1:0 (36.), das sich der ständige Unruheherd Kevin Menke verdiente, indem er Meerbuschs Keeper David Platen nach einem Rückpass anlief, sich das Leder eroberte und von der Strafraumgrenze in die Maschen schlenzte. Beim 2:0 (44.) erkämpfte sich Damiano Schirru 30 Meter vor dem Gästetor den Ball, der anschließend schnell durch die Hiesfelder Reihen wanderte und bei Dennis Wichert landete, der eiskalt ins lange Eck vollstreckte.

Als Meerbusch verbessert aus der Pause und durch Treffer von Brian Günther (55.) und Tim Knetsch (60.) zum Ausgleich kam, schien die Partie zu kippen, doch die Reaktion der Hiesfelder war fantastisch. "Jede andere Mannschaft wäre daran zerbrochen", lobte Drotboom sein Team, das sich einmal kurz schüttelte und dann schnell die richtige Antwort fand. Nach einem Freistoß von Kevin Kolberg konnte Platen den Ball nicht weit genug wegfausten. Das Spielgerät landete direkt auf dem Fuß von Kapitän Kevin Corvers, der die Kugel aus elf Metern ins Tor hob (74.). Die Vorentscheidung folgte nur zwei Minuten später. Der eingewechselte Adrian Rakowski flankte den Ball von links geschickt vor das TSV-Tor, wo Lukas Kratzer goldrichtig stand und vom Gästetorwart nur noch mit einem Foul gestoppt werden konnte. Platen sah die rote Karte, Kolberg ließ dessen Ersatz Georgios Kalomoiris beim anschließenden Elfmeter keine Chance.

Eine weitere maßgenaue Flanke Rakowskis nutzte Schirru mit dem Kopf schließlich noch zum fünften Hiesfelder Tor (87.). Ihren heutigen Mannschaftsabend hatten sich die Jahn-Spieler spätestens jetzt redlich verdient.

Quelle: RP
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