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Lokalsport
Timofte: Elf Tore in seinem letzten Spiel

Dinslaken. Handball-Oberligist MTV Rheinwacht Dinslaken schlägt den TV Lobberich zum Saisonabschluss mit 34:30 (18:17) und muss nun den Abschluss in der dritten Liga und der Relegation zwischen Longerich und Aldekerk abwarten. Von Bernd Vennemann

Wenige Minuten nach dem Spiel war alles gesagt - fast alles. Nachdem sich Marius Timofte zur Leistung seiner Mannschaft beim 34:30 (18.17) über den TV Lobberich geäußert hatte, kam noch die mit Spannung erwartete Erklärung zu seiner persönlichen Zukunft: "Das war mein letztes Spiel für den MTV. Und jeder weiß, dass ich wie in den 16 Jahren zuvor zu meinem Wort stehe." Einen Spieler Marius Timofte wird es also nach mehr als eineinhalb Jahrzehnten auf dem Parkett der Douvermannhalle nicht mehr geben, dafür aber den inzwischen 47-Jährigen als Trainer. "Heinz Buteweg und ich haben uns darauf verständigt, dass ich in der nächsten Saison mit der Mannschaft als Trainer arbeite", so Timofte, über dessen zukünftige Ambitionen in den letzten Wochen lange spekuliert worden war.

Klarheit herrschte vor der Partie nur darüber, dass die Dinslakener in Zukunft ohne zwei Spieler auskommen, die ebenso wie Timofte über Jahre das Spiel der Mannschaft mitgeprägt haben. Sowohl Kreisläufer Ralph Willam, der den Verein verlassen wird, als auch Rechtsaußen Daniel Staub stehen nicht mehr zur Verfügung. Staub - "ich spiele in Zukunft mehr Tennis" - wird aber notfalls noch mal einspringen. Ob die Dinslakener in der Oberliga bleiben, hängt nun vom Saisonende in der dritten Liga und den Relegationsspielen zwischen den Oberliga-Meistern TV Aldekerk und SC longerich ab.

Timofte, Willam und Staub waren gestern in einem recht giftig geführten Spiel noch einmal voll auf der Höhe. Der Spielertrainer wollte es wohl seinen Kritikern wohl noch mal zeigen und brachte es auf stolze elf Tore. Willam arbeitete wie gewohnt mit vollem Körpereinsatz am Kreis und Linkshänder Staubs Tore von Außen waren erneut eine Augenweide.

Ansonsten bekamen gestern auch die Spieler eine Chance, die in dieser Saison viel Zeit auf der Bank verbracht haben. Besonders für Torhüter Simon Kalveram war es wohl eine Genugtuung, dass er seine Oberligatauglichkeit unter Beweis stellen konnte. Aber auch Eric Schwengers, Marc Tomke und Simon Scholten überzeugten, auch wenn gerade sie einige hundertprozentige Chancen liegen ließen. In einer fast über die gesamten 60 Minuten ausgeglichenen Partie waren die Dinslakener in der Schlussphase die beherrschende Mannschaft, ließen sich auch von der offenen Deckung der Gäste in den Schlussminuten nicht beeindrucken. Vor der Minikulisse von weniger als 100 Zuschauern ging es dabei noch mal richtig zur Sache, wobei das Schiedsrichtergespann Ludmilla Kinsvater und Christian Wolf oft überfordert schien.

MTV: Mertineit, Kalveram; Jankowski (4), Schwengers (1), Brandscheid (3), Tomke (1), Staub (6/1), Timofte (11/5), Höffner (1), Scholten (3), Willam (2), Körner (2).

Quelle: RP
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