| 00.00 Uhr

Fußball
Trainer Jörg Vollack: Als Team auftreten und die Favoriten jagen

Fußball: Trainer Jörg Vollack: Als Team auftreten und die Favoriten jagen
Roland Donner moderierte die Vorstellung der Mannschaft. FOTO: Markus Joosten
Dinslaken-Hiesfeld. Die "Veilchen" wollen die Fehler der vergangenen Saison abstellen und wieder eine gute Rolle in der Fußball-Oberliga spielen. Manager Harald Plank und Trainer Jörg Vollack auf einer Linie. Von Hendrik Gaasterland

In dieser Saison soll vieles anders werden und dies fing beim TV Jahn Hiesfeld bereits bei seiner offiziellen Mannschaftsvorstellung an. In der Vergangenheit präsentierten die "Veilchen" nur vor dem harten Kern der Anhängerschaft in ihrem leeren Stadion den neuen Kader, am Samstag ging es zum ersten Mal vor größeres Publikum in das Dinslakener Einkaufszentrum Neutor-Galerie. Viel wichtiger als der Locationwechsel bei der Mannschaftsvorstellung wird es jedoch sein, wie sich die Truppe in der kommenden Saison in der Oberliga verkauft, nachdem der siebte Platz in der vergangenen doch als eine Enttäuschung aufgefasst worden war.

Die Gründe für das mittelmäßige Abschneiden der abgelaufenen Spielzeit waren vielfältig. Die Verletztenliste war lang, oft fehlte die richtige Einstellung und vor allem stand in Hiesfeld keine Einheit auf dem Platz. "Wir hatten unsere Qualitäten, aber waren keine Mannschaft", stellt Trainer Jörg Vollack unmissverständlich fest, der deshalb gemeinsam mit Manager Harald Plank in der Sommerpause das Gesicht der Truppe veränderte. Die sieben Neuzugänge Maik Goralski (U23 MSV Duisburg), Christian Biegierz (Sterkrade-Nord), Patrick Dertwinkel (TuRU Düsseldorf), Daniel Hinnemann (SV Friedrichsfeld 08/29), Benjamin Jacobs (Wattenscheid 09), Joel Zwikirsch (U23 Rot-Weiß Oberhausen) und Manuel Zenz (eigene A-Jugend) müssen nun integriert werden, während Leute wie Fabian Gombarek, Pascal Spors und Joel Schoof trotz gültiger Verträge der Abschied nahegelegt wurde und man sich auch von langjährigen Stammspielern wie Michael Ohnesorge oder Oliver Rademacher trennte, um sich nicht wieder mit "gruppendynamischen Prozessen" innerhalb des Kaders auseinandersetzen zu müssen - so bezeichnete der Coach eines der Probleme aus der vergangenen Saison und räumt im Umgang damit eigene Fehler ein: "Wegen unserer Verletztenmisere war ich nicht konsequent genug. Wenn man früher durchgegriffen hätte, hätte man vielleicht ein Zeichen gesetzt."

Nun sollen also die Neuen für frischen Wind im Mühlendorf sorgen. Bei der Wahl des Personals entschieden sich Vollack und Plank für Charaktere, die auch gleich Führungsrollen übernehmen können. Bestes Beispiel dafür war die Verpflichtung von Maik Goralski, der bei der U23 des MSV Duisburg als Kapitän auflief und als Jugend-Nationalspieler schon an der Seite von Weltmeister Mario Götze oder Barcelonas Champions-League-Sieger Marc-André ter Stegen spielte. "Das Wichtigste ist aber die Motivation und die Leidenschaft jedes einzelnen Spielers. Wenn die alle leben, dann werden wir auch Erfolg haben", glaubt der Coach, der sich in diesem Jahr aber auf kein genaues Ziel festlegen will: "Wenn wir im Mai sagen, dass die Saison richtig Spaß gemacht hat, dann sind wir schon ein deutliches Stück nach vorne gekommen. Wir hatten zuletzt gute Einzelspieler, aber haben trotzdem die Ziele nicht erreicht. Man kann nur gewinnen, wenn wir ein Team werden."

Es sind Worte, die Sponsor Plank nach dem enttäuschenden Verlauf der Vorsaison - unter anderem mit zwei Niederlagen gegen das Schlusslicht Nievenheim - gerne hört. Manager und Trainer liegen bekanntlich auf einer Wellenlänge und so lässt sich auch Plank keine klar definierte Vorgabe entlocken: "Wir haben zuletzt keinen guten Fußball geboten, besonders zuhause nicht. Mit den Neuzugängen wollen wir wieder attraktiver spielen, ohne aber dabei zu vergessen, dass auch die anderen Mannschaften nicht schlafen. Uerdingen, Wuppertal und Bocholt sind mit ihren selbsterklärten Zielen und Möglichkeiten viel höher anzusiedeln, so dass wir uns eher in der Verfolgerrolle sehen. Aber mir ist es in dieser Saison lieber Neunter zu werden und dass sich die Spieler mit dem TV Jahn identifizieren, als noch einmal so eine Saison wie die letzte mitzumachen."

Neu sind übrigens auch der Ausrüster und das Trikot, das in der Neutor-Galerie von Model Leila vorgestellt wurde. Ob aber auch die Hiesfelder Spiele an Attraktivität gewinnen, hängt allein von den Leistungen der Mannschaft auf dem Platz ab. Gute Vorsätze reichen nicht aus.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Fußball: Trainer Jörg Vollack: Als Team auftreten und die Favoriten jagen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.