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Lokalsport
TV Jahn demütigt den MTV im Derby

Dinslaken. Beim 24:33 (12:15) des MTV Rheinwacht Dinslaken gegen den TV Jahn Hiesfeld dominierte der Gast die gesamte Partie. Dinslakener Neuverpflichtung Ivan Stajic fiel nur durch zwei Zeitstrafen auf. Hiesfeld ist durch, der MTV muss zittern. Von Bernd Vennemann

Normalerweise steht Stefan Meyer im Derby der Handball-Oberliga zwischen den Hiesfelder Pfosten, wenn es gegen den MTV Rheinwacht geht. Diesmal saß der erkrankte Keeper der "Veilchen" nur auf der Bank, konnte gar nicht mitspielen. Doch diesmal schlüpfte dafür Adrian Schnier in Meyers Rolle und zog den Spielern des MTV von Anfang an den Zahn. Neben dem überragenden Bastian Schwengers, der sein Team nicht nur über die vollen 60 Minuten glänzend dirigierte, sondern sich auch noch als zwölffacher Torschütze hervortat, war Schnier einer der Garanten des hoch verdienten Hiesfelder 33:24 (15:12)-Erfolges. Auf der Gegenseite war mal wieder - wie so oft in den Spielen der letzten Jahre gegeneinander - niemand in der Lage das Heft in die Hand zu nehmen. Schon gar nicht, der erst vor drei Tagen verpflichtete Ivan Stajic. Der Linkshänder wirkte wie ein Fremdkörper im Spiel der Gastgeber, was auch dazu führte, dass er nach der Anfangsphase kaum noch Spielzeit erhielt.

MTV-Spielertrainer Marius Timofte, dem die Enttäuschung nach der Partie ins Gesicht geschrieben war, hielt sich bei der Beurteilung des in Serbien geborenen und aus Österreich kommenden Stajic aber noch zurück: "Man kann nicht erwarten, dass jemand nach drei Tagen bereits die Bindung zur Mannschaft gefunden hat."

Hiesfelds Trainer Arthur Groß strahlte nach der Partie natürlich, weil er wusste, dass seine Mannschaft damit das Klassenziel erreicht hatte. "Wir haben uns trotz einer Schwächephase am Ende der ersten Halbzeit das gesamte Spiel über an unser vorher besprochenes Konzept gehalten, und das ist bis ins Detail aufgegangen", meinte der Mann, der als Spieler in dieser Saison bei den Hiesfeldern so schmerzlich vermisst wurde. Ein besonderes Lob fand Groß natürlich für Adrian Schnier und Bastian Schwengers, die beiden aus seiner Sicht überragenden Leute dieser Begegnung.

Marius Timofte sah das Hauptübel mal wieder darin, dass seine Mannschaft ein mentales Problem gehabt habe. ""Wenn es gegen Hiesfeld geht, denken wir einfach zu viel nach", beklagte er. Auswärts bei den Bergischen Panthern und zum Schluss gegen den TV Lobberich muss daher noch gepunktet werden, um nicht direkt abzusteigen.

Die Hiesfelder dagegen können es gegen Borussia Mönchengladbach und beim TV Aldekerk jetzt ganz locker angehen.

Das erste Tor der Begegnung gehörte dem Hiesfelder Bastian Schwengers, ehe der MTV zum 2:1 seine einzige Führung in dieser Partie erzielte. Bis zum 4:5 war es noch ausgeglichen, bevor die Hiesfelder schon der ersten Halbzeit bis auf 4:11 davonzogen. In der Endphase der ersten Hälfte schöpften die Dinslakener zwar wieder etwas Hoffnung, zumal es nur mit drei Toren Rückstand (12:15) in die Pause ging. Und als nach dem Wiederbeginn gar auf 13:15 verkürzt werden konnte, schien es doch noch ein spannendes Spiel zu werden. Doch die Hiesfelder zogen wieder an, hatten beim 16:26 erstmals zehn Tore Vorsprung und fuhren den Sieg locker nach Hause.

MTV : Mertineit, Kakveram; Jankowski, E. Schwengers, Brandscheid (6), Tomke, Staub (2), Timofte (8/5), Höffner (1), Scholten, Willam (5), Stajic (1), Körner (1).

TV Jahn: Schnier, Kramp; B. Schwengers (12/4), Enders (1), Tuda (1), Bückmann, Busjan (5), Mergner (6), Reede (5), Schwarz (3), Dudler, Weghaus, Huesmann.

Quelle: RP
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