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TV Jahn erwartet Kray im VfB-Stadion

Lokalsport: TV Jahn erwartet Kray im VfB-Stadion
In einem Testspiel am 18. Juli trennten sich der FC Kray, hier mit Willy Aubameyang, und der TV Jahn mit Ekin Yolasan (rechts) 1:1. Heute Abend wird auf jeden Fall eine Mannschaft als Sieger vom Feld gehen. FOTO: Michael Gohl
Dinslaken-Hiesfeld. Die Hiesfelder treffen heute Abend im Achtelfinale des Niederrheinpokals auf den klassenhöheren FC Kray. Der Regionalligist kommt mit dem neuen Trainer Stefan Blank. Gespielt wird nicht im Mühlendorf, sondern in Lohberg. Von Hendrik Gaasterland

Im Februar 2004 schrieb Stefan Blank ein Stück Aachener Fußballgeschichte mit, als er im Trikot der Alemannia mit einem "Tor des Monats" gegen Oliver Kahn den FC Bayern München (2:1) auf dem alten Tivoli aus dem DFB-Pokal geworfen hatte. Mehr als elf Jahre danach heißt es für den 38-Jährigen nicht mehr DFB-Pokal, sondern Niederrheinpokal. Stefan Blank ist seit Montagabend neuer Trainer des Regionalligisten FC Kray und gibt heute Abend in der dritten Runde beim klassentieferen TV Jahn Hiesfeld sein Debüt. Das Achtelfinale wird aber nicht in Hiesfeld, sondern ab 19 Uhr in der Dorotheen-Kampfbahn des VfB Lohberg stattfinden.

Sowohl der TV Jahn als auch die Gäste befinden sich in ihren Ligen im Abstiegskampf. Während sich Hiesfelds Oberliga-Coach Jörg Vollack (16. Platz/13 Punkte) jedoch keine Sorgen um seinen Posten machen muss, reagierte Kray am Montag auf die Talfahrt von acht Spielen ohne Sieg und dem Sturz auf den vorletzten Tabellenplatz: Trainer Micha Skorzenski musste für Stefan Blank gehen. Der Ex-Profi mit 159 Erst- und Zweitliga-Partien unter anderem für Aachen, Kaiserslautern, den MSV Duisburg und Wattenscheid 09 verfügt als Coach jedoch noch nicht über höherklassige Erfahrung. Zuletzt betreute er den Bezirksligisten DJK Eintracht Datteln, zuvor war der gebürtige Gelsenkirchener in der Oberliga für die U23 des Halleschen FC sowie für die Spvgg. Erkenschwick und Wattenscheid tätig. Nun ist Stefan Blank an der Buderusstraße verantwortlich, soll dort "als harter Hund" für die Wende sorgen.

"Die Krayer stecken in der Regionalliga etwas abgeschlagen unten drin. Deshalb werden sie ein Stück verunsichert sein und momentan nicht unbedingt vor Selbstvertrauen strotzen", glaubt der Hiesfelder Vollack. Der Coach weiß aber auch, dass sich nach einem Trainerwechsel für jeden Spieler eine neue Perspektive eröffnet: "Wenn sich beim Gegner jetzt alle neu anbieten und zu alter Form zurückfinden, dann wird es für uns schwer bis unmöglich. Aber wir hoffen darauf, dass wir einen guten Start erwischen, vielleicht ein Tor machen und die Verunsicherung der Krayer dadurch noch größer wird."

Dass der TV Jahn als krasser Außenseiter in die Partie geht, steht außer Frage. Zumal die Mannschaft zuletzt in der Oberliga beim 1:5 in Hönnepel enttäuschte und auf den drittletzten Platz rutschte. "Es ist aber auch einmal verständlich, dass man die Köpfe hängen lässt. Nach dem 0:3 war das Ding gelaufen", nimmt der Coach seine Schützlinge nach der Pleite in Schutz.

Bis auf Jan Pirschel, der nach einem Syndesmosebandriss wieder ins Lauftraining eingestiegen ist, kann Hiesfeld aus dem Vollen schöpfen. "Vielleicht reicht es bei ihm vor der Winterpause noch zu einem Einsatz. Aber wir wollen nichts riskieren", sagt Vollack, der trotz des wichtigen Meisterschaftsspiels am Sonntag beim Tabellenzehnten SC Düsseldorf-West (17 Punkte) gegen Kray die bestmögliche Mannschaft aufbieten möchte: "Das ist als Trainer in jedem Spiel meine Pflicht. Außerdem sehen wir den Pokal als Chance, um vielleicht weitere Einnahmen zu generieren, wenn vielleicht in der nächsten Runde Rot-Weiß Essen das Los heißt."

Quelle: RP
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