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Lokalsport
TV Jahn kassiert statt der Prämien vier Tore

Bösinghoven. Die Hiesfelder kehrten von ihrem Auswärtsspiel beim TuS Bösinghoven mit einer 0:4-Packung zurück. Vollack mächtig angefressen. Von Hendrik Gaasterland

Die Fahrt zum Auswärtsspiel nach Bösinghoven hatte sich Harald Plank geschenkt und verbrachte seinen Sonntag lieber zu Hause. Der Manager des TV Jahn Hiesfeld schien bereits vor der Partie geahnt zu haben, dass sich die Tour nicht lohnen würde, denn seine "Veilchen" kamen böse unter die Räder und verloren beim TuS sang- und klanglos mit 0:4 (0:3), obwohl Trainer Jörg Vollack vorher meinte, dass die Saison noch nicht gelaufen sei. Schließlich ginge es um weitere Punkte und lukrative Prämien für seine Spieler, doch diese riefen ihre Leistung wahrhaftig nicht ab und kassierten nach vier ungeschlagenen Begegnungen statt ihrer Siegprämie wieder eine bittere Niederlage.

Auf den ersten Hiesfelder Torschuss mussten die mitgereisten Anhänger satte 44 Minuten warten, doch zu diesem Zeitpunkt war die Partie allerdings mindestens schon vorentschieden, denn die extrem heimstarken Bösinghovener führten da auf ihrem kleinen Platz schon mit 3:0. Die Gastgeber machten von Beginn an das Spiel und lagen nach einem Fehler von Dominik Borutzki durch Kevin Dauser vorne (12.), den zweiten Treffer legte dann Enes Öz nach (21.). Die Führung war verdient, denn auch die nächste Chance der Partie hatten die Hausherren durch Takehiro Kubo. Diese blieb noch ungenutzt, doch beim nächsten gut herausgespielten Konter hieß es dann 3:0. Celal flankte auf Öz, der bedient Kubo und der traf volley zur Vorentscheidung (28.) - keine halbe Stunde war zu diesem Zeitpunkt gespielt und die Laune von Vollack verdüsterte sich zunehmend.

Aus der Halbzeit kam der TV Jahn zunächst einmal mit einem neuen Torwart. Kevin Hillebrand ersetzte Sebastian Wickl, der wegen Kreislaufproblemen nicht weitermachen konnte. Dies änderte aber nichts am Sturmlauf des TuS, denn kurz nach Wiederbeginn erzielte Kubo seinen 15. Saisontreffer (49.). Die Hiesfelder waren in der Folge bemüht, nicht gänzlich unter die Räder zu kommen, doch eigene Gefahr für ein Anschlusstor strahlten sie bei weitem nicht aus. Vielmehr schien Bösinghoven bei bestem Fußballwetter großen Spaß an der Begegnung bekommen zu haben und drängte auf einen fünften Treffer. Dies konnten die "Veilchen" jedoch trotz weiterer Einschussmöglichkeiten verhindern, bis in der Schlussphase die Luft aus der Partie raus war, weil die drei Punkte und die Prämien längst an die Bösinghovener verteilt waren.

Mit einem solch klaren Ergebnis hatte auch Vollack vor dem Spiel nicht gerechnet und dementsprechend bedient war der Coach nach dem Abpfiff. Die ersten beiden Gegentreffer seien entschuldbar, weil erst Borutzkis Missgeschick und dann die Uneinigkeit in der Innenverteidigung passieren könne. In Rage brachte den Trainer eine andere Sache: "Unsere Körpersprache ging gar nicht. Wir sind hier aufgetreten wie ein Absteiger. Das war Kinderfußball", schimpfte Vollack, der für den Auftritt seiner Kicker deutliche Worte fand: "Die sollen heute mal den Rand halten, duschen, in den Bus oder ins Auto steigen und dann Dienstag zum Training kommen. Bei uns quatschen zu viele immer nur rum und wenn es um die Wurst geht, sieht man wie heute von keinem etwas. Das war heute gar nichts, wenn man keine einzige Torchance hatte."

TV Jahn Hiesfeld: Wickl (46. Hillebrand); Ohnesorge, Borutzki, Corvers, Wichert, Rademacher, Melis, Spors, Mastrolonardo (58. Schoof), Rami, Gombarek.

Quelle: RP
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