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Lokalsport
TV Jahn: vier Traumtore zum Turniersieg

Dinslaken-Hiesfeld. TV Jahn Hiesfeld gewinnt das eigene Friedrich-Althoff-Turnier. Nach dem 2:1 im Halbfinale gegen den 1. FC Kleve schlägt der Oberligist den SV Hönnepel-Niedermörmter im Endspiel mit 4:2. Rankl trifft dreifach, Schirru per Freistoß. Von Hendrik Gaasterland

Viele Zuschauer waren gestern nicht gekommen, um Gastgeber TV Jahn Hiesfeld im Finale des Friedrich-Althoff-Turniers gegen den SV Hönnepel-Niedermörmter zu sehen. Für diejenigen, die sich auf den Weg gemacht hatten, lohnte es sich. Die "Veilchen" gewannen das Duell der Oberligisten mit 4:2 (2:1) und erzielten vier sehenswerte Treffer. Allen voran war Danny Rankl im Hiesfelder Angriff nicht zu bremsen. Drei Tore steuerte der Stürmer bei - eins schöner als das andere.

Zunächst hatte der TV Jahn mit dem Ligarivalen seine Probleme. Kevin Menke verlor im Mittelfeld den Ball - Jonas Rölver erzielte die frühe Führung für die von Georg Mewes trainierten Gäste (4.). Hiesfeld glich mit seinem ersten guten Angriff über die starke rechte Seite aber aus. Außenverteidiger Jan Pirschel glänzte als Vorbereiter, schlug eine Flanke auf den freien Danny Rankl im Zentrum. Der Stürmer nahm den Ball mit dem linken Fuß volley und machte mit seinem Flachschuss das 1:1 (23.). Auch das zweite Tor entstand auf der rechten Seite. Nachdem André Trienenjost für den SV Hönnepel noch eine aussichtsreiche Möglichkeit ausgelassen hatte, bediente Dennis Hecht im direkten Gegenzug Danny Rankl - Gäste-Schlussmann Tim Weichelt konnte dem Ball nur noch hinterherschauen (31.). Fast wäre dem Torjäger ein lupenreiner Hattrick gelungen. Bei seiner dritten Chance im Spiel verpasste er nach Vorlage von Menke das Ziel aber knapp.

In der zweiten Halbzeit unterbrach Damiano Schirru die Rankl-Show. Menke wurde nach einem Alleingang 20 Meter vor dem Gehäuse der Gäste gefoult, und Schirru schlenzte den Freistoß aus zentraler Position unhaltbar ins Tor (49.). Nicht weniger attraktiv war jedoch auch die Antwort des Mewes-Teams. Tim Seidel schoss den Ball von der Strafraumgrenze auf das Hiesfelder Tor von Sebastian Wickl - von der Unterkante der Latte ging das Spielgerät zum 2:3 ins Netz (51.).

In Gefahr sollte der Turniersieg im heimischen Stadion für die "Veilchen" aber nicht mehr geraten. Rankl war es überlassen, die letzten Zweifel zu beseitigen. Nach einem Zuspiel von Hecht erzielte der Torjäger das 4:2 (65.). Den Sonderapplaus hatte sich der Stürmer bei seiner Auswechslung in der Schlussphase redlich verdient.

"Die Tore macht Danny sehr gut. Aber auch Damianos direkter Freistoß war nicht schlecht", sagte Hiesfelds Trainer Jörg Vollack nach dem Turniersieg. Am Samstag hatte sich der TV Jahn mit einem 2:1 gegen den Landesligisten 1. FC Kleve - die Treffer nach einem Rückstand erzielten Patrick Dertwinkel und Lukas Kratzer - für das Finale qualifiziert. Der SV Hönnepel-Niedermörmter gewann gegen den Oberliga-Absteiger SV Sonsbeck nach den Treffern von André Trienenjost und Daniel Boldt mit 2:0 und zog damit ins Endspiel ein.

Die Hiesfelder Leistung im Finale war viel besser als die gegen Kleve, so dass der Coach seinen Spielern heute einen freien Tag in der Vorbereitung gönnt. "Wir hatten anfangs zwar Probleme, ins Spiel zu kommen. Nachdem wir die Schwachstellen des SV Hönnepel-Niedermörmter schnell erkannt hatten, haben wir richtig gut gespielt. Mir gefällt es immer, wenn wir sehr kompakt stehen. Das haben wir gut hinbekommen", sagte Vollack, der mit dem Ablauf der Vorbereitung zufrieden sein kann. Schließlich ist seine Mannschaft noch ungeschlagen. "Der Teamspirit ist in dieser Saison richtig gut. Er ist spürbar."

In der Begegnung um den dritten Platz bezwang der 1. FC Kleve den SV Sonsbeck mit 4:1. Im vergangenen Jahr fand das Turnier mit vier Teams in Sonsbeck statt. Im nächsten Sommer soll der Wettbewerb in Kleve oder Hönnepel steigen.

TV Jahn Hiesfeld (Aufstellung im Endspiel): Wickl; Pirschel (79. Kolberg), Goralski, Corvers, Jacobs, Melis, Dertwinkel (86. Yolasan), Hecht, Schirru, Menke (89. Wölfer), Rankl (79. Kratzer).

Quelle: RP
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