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Lokalsport
TV Jahn wacht nach der Halbzeit auf

Hilden. Danny Rankl leitete für den Hiesfelder Oberligisten mit seinem Doppelpack die Wende ein, Damiano Schirru traf zum 3:1-Endstand. Der Rückstand zur Pause war mehr als verdient. Trainer Jörg Vollack wurde in der Halbzeit etwas lauter. Von Hendrik Gaasterland

Was in der Halbzeitpause in der Kabine besprochen wird, bleibt auch in der Kabine. Trainer Jörg Vollack verriet nur, dass seine Ansage "sehr deutlich" und auch "kurz etwas lauter" gewesen sei. Anders war es anscheinend nicht möglich, um die Spieler des TV Jahn Hiesfeld bei ihrem Gastspiel gegen den VfB Hilden aus ihrem 45-minütigen Tiefschlaf in der ersten Halbzeit zu holen. "Das war eine Katastrophe", meinte der Coach zum ersten Abschnitt. Doch nach dem Seitenwechsel zeigten die "Veilchen" ein anderes Gesicht und machten aus dem 0:1 zur Pause noch ein 3:1.

Vor dem Duell der beiden Mannschaften aus der unteren Tabellenregion hatte der Trainer noch darauf hingewiesen, was für eine "gallige Truppe" der Gegner sei. Bei seinen Spielern schien das nicht angekommen zu sein, denn großen Widerstand leistete der TV Jahn in Hälfte eins keinen. Abstiegskampf sieht anders aus. "Wir haben die ersten 45 Minuten hergeschenkt. Es hat an allem gefehlt", ärgerte sich Vollack, der nur mit dem Kopf schütteln konnte: "Dass es nur 0:1 hieß, war aus unserer Sicht mehr als glücklich. Wir hätten auch mit zwei oder drei Toren hinten liegen können. Und dann verliert man so ein wichtiges Spiel." Patrick Percoco (9.) brachte den VfB bereits in der Anfangsphase in Führung. Bei weiteren guten Möglichkeiten scheiterten die Gastgeber entweder am eigenen Unvermögen oder an Hiesfelds Schlussmann Kevin Hillebrand. Vollack musste zur Pause etwas ändern und wechselte für Kevin Menke Dennis Hecht ein.

Fortan strahlte Jahn bei den Standardsituationen mehr Gefahr aus und war nun endlich im Spiel. Eine riesige Chance zum Ausgleich vergab zunächst noch Kevin Corvers, bevor die Partie kippte. "Dann hat man gesehen, welche Qualitäten Danny Rankl hat", sagte der Trainer über seinen Torjäger, der mit seinem Doppelpack in der 53. und 69. Minute die Wende einleitete. Der Stürmer hätte auch noch einen lupenreinen Hattrick erzielen können, doch beim 3:1 legte er uneigensinnig quer und Damiano Schirru (73.) brauchte bei dem gut zu Ende gespielten Konter nur noch einzuschieben.

"Das war ein super Angriff und ich hatte auch nicht das Gefühl, dass Hilden zurückkommen würde. Aber am Dienstag wird beim Training über die ersten 45 Minuten zu reden sein. Wie schwach wir uns da präsentiert haben, geht in unserer Lage gar nicht. Wir wussten doch, dass Hilden nicht über mehr Qualität verfügt, sondern von seiner Mentalität lebt. Aber wir haben überhaupt nicht dagegen gehalten", fand Vollack.

TV Jahn Hiesfeld: Hillebrand; Kolberg, Goralski, Corvers, Wichert, Polk, Mastrolonardo, Menke (46. Hecht), Schirru, Zwikirsch (87. Kratzer), Rankl (90. Biegierz).

Quelle: RP
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