| 00.00 Uhr

Lokalsport
Wiedersehen mit Schneider und Tißen

Lokalsport: Wiedersehen mit Schneider und Tißen
Dennis Wichert (links) wird seiner Mannschaft am Sonntag nur zuschauen können: Der Hiesfelder Außenverteidiger ist wegen den fünften gelben Karte gesperrt. FOTO: Alexandra Roth
Dinslaken-Hiesfeld. Der TV Jahn Hiesfeld trifft auf den abstiegsbedrohten SV Sonsbeck, bei dem zwei ausgemusterte Ex-Spieler auflaufen. Von Hendrik Gaasterland

Für den SV Sonsbeck dürfte das Gastspiel beim TV Jahn Hiesfeld eine ganz besondere Partie in dieser Saison werden. Das liegt nicht nur an der Tabelle, in der das Team von Thomas Geist sechs Punkte Rückstand zum rettenden Ufer hat (eigentlich sind es sieben, denn das Torverhältnis ist deutlich schlechter als das der Konkurrenz aus Kapellen und Essen) und zum Siegen fast verdammt ist. Es wird für den SVS auch eine besondere Begegnung, weil in ihren Reihen mit Stephan Schneider und Michel Tißen zwei ehemalige Hiesfelder an alter Wirkungsstätte auflaufen werden.

"Es sind zwei wichtige Leute für Sonsbeck, die vielleicht noch ein bisschen motivierter als die anderen ins Spiel gehen werden, weil sie unter dem Trainer Jörg Vollack keine Perspektive mehr hatten", sagt Jahn-Coach Vollack, der wie bei der 1:3-Niederlage unter der Woche bei Schwarz-Weiß Essen mit einem Gegner rechnet, der sich im Kampf gegen den Abstieg mit allen Mitteln wehren wird: "Es wird sicherlich eine harte Nuss, aber auch wenn bei uns ein paar Leute ausfallen, weigere ich mich zu sagen, dass es ein schweres Spiel wird. Die drei Punkte sind Pflicht."

Mit 57 Gegentreffern handelt sich Sonsbeck bisher ein Torverhältnis von minus 30 ein und daran ist abzulesen, warum die Geist-Truppe tief im Keller der Oberliga steckt. "Aber wenn ich unser Torverhältnis sehe, wird mir auch schlecht", meint Vollack bei einem Blick auf auch schon 47 Gegentreffer. Er ist sich aber sicher, dass es nach den verlorenen Begegnungen in Bösinghoven und Essen gegen Sonsbeck wieder bergauf geht: "Wenn wir unser Spiel machen, unsere Leistung abrufen und die Fehler abstellen, dann werden wir gewinnen."

Doch vor allem an den eigenen individuellen Patzern lag es am Mittwoch, warum den Essenern ein Befreiungsschlag im Rennen um den Klassenerhalt gelingen konnte. Torwart Sebastian Wickl legte dem Gegner zwei Bälle genau vor die Füße und einmal stand Kevin Corvers falsch im Raum - drei vollkommen vermeidbare Tore. "Diese Fehler dürfen wir natürlich nicht mehr machen. Ich bin mir auch sicher, dass wir das Spiel in Essen nicht verloren hätten, wenn wir uns die Dinger nicht selbst reingehauen hätten. Die Ursache für die Niederlage war dieses Mal nämlich nicht, dass die Jungs nicht gewollt haben, sondern diese krassen Fehler waren es", findet Vollack, der die Leistung auch nicht für allzu schlecht einstufte: "Mit dem Ergebnis bin ich natürlich nicht zufrieden, aber das Bemühen konnte ich der Mannschaft nicht absprechen. Nur warum wir nach dem 1:1 den Faden und das Selbstvertrauen für 20 Minuten verloren, obwohl wir ja eigentlich in jeder Partie ganz befreit aufspielen können, weiß ich immer noch nicht."

Fehlen werden den Hiesfeldern auf jeden Fall die für ein Spiel gesperrten Ekin Yolasan und Dennis Wichert.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: Wiedersehen mit Schneider und Tißen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.