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Dinslaken
Stadt hält Pfähle für wertlos: Teil einer Uferbefestigung

Dinslaken. Archäologen haben den Hölzern, die in der Altstadt gefunden wurden, keine besondere Bedeutung beigemessen.

Die auf der Baustelle in der Altstadt zwischen Bauschutt gefundenen Pfähle haben keine stadthistorische Bedeutung. Gleichwohl war nach Auskunft der Stadtverwaltung bereits mit dem Polier vereinbart, die Pfähle zu sichern und bei der Lebenshilfe zwischenzulagern. Nach seinen Erkenntnissen, sagte Museumsleiter Dr. Peter Theißen, handele es sich bei den Fundstücken um Teile einer Uferbefestigung des Rotbachs, nicht um Pfähle, auf denen die Häuser in der Altstadt gegründet wurden.

Auf der Baustelle waren drei Archäologen beschäftigt. Dass die den Pfählen keine besondere Bedeutung beigemessen haben, stützt Theißens Ansicht. Als das Fundament des Voswinckelshofes 2009 saniert wurde, habe man fünf echte Pfähle, die im Mittelalter in den Boden gerammt wurden und in weiten Teilen die Altstadt tragen, sichergestellt und in die Obhut des Archäologischen Parks nach Xanten gegeben, erzählt Dr. Peter Theißen weiter. Wenn die ehemals tragenden Stützen trocken seien, was immer noch nicht der Fall ist, sollen sie fachmännisch konserviert und als stadtgeschichtlich wertvolle Fundstücke ins Museum Voswinckelshof kommen.

Die jetzt aufgetauchten Hölzer, weiß der Dinslakener Museums-Chef, seien Teile der Uferbefestigung von einem Arm des Rotbachs, der bis etwa Anfang des 20. Jahrhunderts zwischen Voswinckelshof und ehemaligem Bendelshof verlief. An dessen Stelle steht heute das Gebäude der Caritas an der Brückstraße. Daher werde auch der Name der Straße abgeleitet, weil dort eine Brücke über den Rotbacharm führte. Etwa 1920 wurde die Brücke im Zuge des Baus der Straßenbahn abgebrochen.

Quelle: RP
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