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Dinslaken
Stadt will 24 Millionen Euro investieren

Dinslaken. Im Rathaus hofft man auf acht Millionen Euro Zuschuss zu den Gesamtkosten für die Sanierung der Kathrin-Türks-Halle. Der Förderbescheid kommt laut Bezirksregierung spätestens im Dezember.

Rund 24 Millionen Euro soll die Sanierung der Stadthalle laut aktuellem Sachstandsbericht der Stadtverwaltung Dinslaken kosten. Wieviel Fördergelder die Stadt für das Vorhaben bekommt - das steht noch in den Sternen. Die Verwaltung hofft, dass das Land ein Drittel der Baukosten übernimmt. Also etwa 8 Millionen. Blieben nach den aktuellen Planungen 16 Millionen Euro Kosten für die Stadt. 7,5 Millionen Euro - so bezifferte eine erste Berechnung im Jahr 2010 den Sanierungsbedarf der Halle. In einem von der Stadt beauftragten Gutachten entwickelte Architekt Heinrich Böll (ICG Culturplan) im Jahr 2011 drei Sanierungsszenarien: die Behebung der wichtigsten baulichen Mängel (7,5 Millionen Euro); dazu eine energetische Sanierung (9 Millionen); oder eine "funktionale und ästhetische Entwicklung des Gebäudes" (14 Millionen Euro). Die Politik sprach sich für Variante 3 aus.

Mit den Entwurfs-Planungen wurde das Stuttgarter Architekturbüro Blocher Blocher beauftragt. Im Förderantrag bezifferte die Verwaltung die Sanierungskosten dann mit 24 Millionen Euro. Die Steigerung erklärt Dinslakens Pressesprecher Horst Dickhäuser nach Rücksprache mit Baudezernent Dr. Thomas Palotz damit, dass es sich bei den 24 Millionen Euro um "die erste tatsächliche Kostenrechnung" handele. Alle Zahlen zuvor seien "nur sehr lose Schätzungen" gewesen. Auch die Gutachten hätten "keine Baufachleute" erstellt, man habe sich mehr "konzeptionell" mit dem Thema befasst.

Ein Neubau würde laut Dickhäuser etwa 30 Millionen Euro kosten. "Und dafür gäbe es keine Förderung." Deren Höhe könne derzeit allerdings noch nicht beziffert werden. Die Stadt musste der Bezirksregierung umfangreiche Unterlagen nachreichen. Offenbar ging es um den Multifunktionsraum, der den für die Förderung notwendigen Quartiersbezug herstellen soll. Laut Bezirksregierung wurde "der Stadtverwaltung empfohlen, im Hinblick auf die einschlägigen Förderrichtlinien eindeutige Förderbausteine abzugrenzen - zum Beispiel Neubau eines Mehrzweckraums als Begegnungsstätte für die stadtteilbezogene Vereinsarbeit und hierzu eine konkrete und differenzierte Kostenaufstellung- und Zuordnung für die jeweiligen Bauabschnitte und Gewerke nachzureichen."

Laut Dickhäuser mussten auch die Höhe der zu erwartenden Einnahmen durch Verpachtung des Restaurants und die Tiefgaragenmiete nachgereicht werden. Beide Posten sind nicht förderfähig. Und zudem schwer zu beziffern. Schließlich wisse man nicht, ob der Pächter am Ende bereit sei, die von der Stadt gewünschte Pacht für das Restaurant zu zahlen. Mit dem Abschluss der Arbeiten an der ebenfalls geschlossenen und sanierungsbedürftigen Tiefgarage rechnet Dickhäuser wegen des Aufzugs von der Garage in die Halle erst kurz vor deren Fertigstellung. Die Kosten sollen bei drei Millionen Euro liegen. Wenn die Halle wiedereröffnet wird, werden die Nutzer wohl mit einer deutlichen Erhöhung der Gebühren rechnen müssen.

Mit einem Förderbescheid für die Sanierung der Kathrin-Türks-Halle sei spätestens im Dezember zu rechnen, so die Bezirksregierung. Insgesamt fließen 70 Millionen Euro Fördergeld in den Regierungsbezirk. Der Bezirksregierung liegen 55 Förderanträge vor.

(aha)
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