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Aktion "mütter Füreinander"
Willkommensgrüße für Flüchtlingsbabys

Dinslaken. Es sind manchmal die kleinen Dinge, die große Freude bereiten. Drei Frauen aus Dinslaken hatten an einem August-Nachmittag eine schöne Idee: Sie starteten eine Sammelaktion für junge Mütter aus Flüchtlingsfamilien und ihre neugeborenen Kinder. Denn so ein Baby braucht in den ersten Lebenswochen eine Menge an Liebe, Aufmerksamkeit - und Ausstattung. Für Letzteres sorgt die Gruppe, die sich "Mütter füreinander" nennt und der Entbindungsstation des Vinzenz-Hospitals Tüten mit vielen Artikeln des täglichen Bedarfs zur Weitergabe an Mutter und Kind zur Verfügung stellt.

Durch Kontakte zur Flüchtlingshilfe haben Susanne Gerstenberg, Angelika Dordel und Vera Michels - allesamt selbst Mütter kleiner Kinder - erfahren, dass es in der Fliehburg eine Reihe von schwangeren Frauen gibt. Und da wollten die drei ganz unkompliziert helfen. "Wir wissen doch selbst, wie unsicher man sich kurz nach der Geburt fühlt," sagt Angelika Dordel. "Erst recht, wenn man die Sprache nicht beherrscht und aus einem fremden Land kommt. Wir wollen zeigen, dass wir die Frauen als Mütter willkommen heißen." Also machten sich die Dinslakenerinnen daran, Spenden zu sammeln - zunächst gut erhaltene Kleidung im Bekanntenkreis, dann Hygiene- und sonstige nützliche Artikel bei Herstellern, in Geschäften und in hiesigen Apotheken. Diese waren zum Teil sehr spendabel, erzählt Angelika Dordel. So sammelten sich Stilleinlagen, Stilltee, Windeln, Händedesinfektionsmittel, Fieberthermometer, Neugeborenenkleidung, Wundschutzcreme, kleine Spielzeuge und vieles mehr im Keller von Susanne Gerstenberg. Die Gruppe kaufte in einem Möbelhaus große blaue Taschen und befüllte sie mit dem praktischen Zubehör. Um die Spenden an die Mutter und das Kind zu bringen, knüpfte die Gruppe Kontakt zur Dr. Uhl vom Vinzenz-Hospital. Dort stieß die Idee auf offene Ohren. Die ersten Willkommenspakete haben auf der Entbindungsstation bereits den Besitzer gewechselt und sind von den Empfängerinnen freudig angenommen worden. Nun lagern auf der Station stets gefüllte Taschen - jeweils etwas unterschiedlich für Jungen und für Mädchen.

Obwohl bereits einige Spenden zusammengetragen werden konnten, freut sich die private Initiative über weitere Unterstützung. Kein Geld, sondern lieber Sachspenden sind willkommen, so Angelika Dordel. So werden derzeit zum Beispiel Feuchttücher, Windeln und Wickelunterlagen benötigt. Nicht erwünscht sind dagegen Sauger oder Fläschchen, denn die Helferinnen wollen das Stillen der Babys unterstützen. "Sinnvoll wäre es, vor dem Einkauf mit uns Kontakt aufzunehmen und zu fragen, was gerade gebraucht wird", meint Angelika Dordel. Rita Meesters

Kontakt: Die Gruppe hat eine eigene Internetseite: www.muetterfuereinander.beepworld.de E-Mail unter der Adresse muetterfuereinander@gmx.de

Quelle: RP
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