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Dinslaken
Stadtinformation soll ins Rittertorhäuschen

Dinslaken. Die Stadt hat große Pläne mit dem kleinen Rittertor-Häuschen. Das frühere Pförtnerhaus soll umfassend renoviert und zur Stadtinformation umgebaut werden - unter anderem. Kosten: etwa 200. 000 Euro plus Personal. Beschließen muss das aber die Politik. Erstmals diskutiert der Bauausschuss am Montag, 14. November, ab 17 Uhr im Rathaus das Thema.

Seit 2007 residiert die Freiwilligenzentrale in dem kleinen Häuschen gegenüber dem Aufgang zum Rathaus-Innenhof. Bis dahin hatte ein städtischer Bediensteter dort gewohnt. Als er starb, hatte die Stadt keine Verwendung für das Haus - und kein Geld, um es instand zu setzen. Die Caritas sprang ein und sanierte das Gebäude für 99. 000 Euro. Nun aber ist der Stadt die besondere Bedeutung des Häuschens bewusst geworden: Es zeichne sich, so heißt es in der Diskussionsvorlage für die Politik, "durch seine Lage in der Altstadt in unmittelbarer Nähe zum Burgtheater und zur Stadthalle aus und ist eines der wenigen historischen Gebäude in der Innenstadt". Die Freiwilligenzentrale soll Ende des Jahres in neue Räume an der Brückstraße ziehen, die Caritas für die Sanierung entschädigt werden.

In dem Häuschen soll eine Stadtinformation installiert werden. Sie soll die zentrale Anlaufstelle für Ausflügler und Touristen werden. Hier soll es aber nicht nur Stadtpläne, Flyer zu Sehenswürdigkeiten oder Veranstaltungen sowie Beherbergungsverzeichnisse geben. Sondern die Stadtinformation soll auch Führungen vermitteln, Radwanderkarten, Tickets und Dinslaken-Produkte verkaufen.

Außerdem soll das Häuschen Aufenthaltsqualität bekommen. Der Garten, der sich derzeit im Dornröschenschlaf befinde und weitgehend verwildert ist, soll in einen "Lesegarten" und "Ort der Ruhe" umgewandelt werden. Hier sollen sich Bürger zurückziehen, Bücher aus einem Tausch-Bücherschrank lesen, die Atmosphäre der Altstadt genießen und sich in der Küche für kleines Geld einen Kaffee ziehen können. Auch könnte ein solcher Garten für kleine kulturelle Veranstaltungen genutzt werden - Lesungen, Konzerte, Klein-Theater oder Mini-Freilicht-Kino. Zudem könnte am Rittertor, so die Stadt, ein Fahrradverleih (etwa Niederrheinrad) eingerichtet und ergänzend dazu eine Fahrradabstellanlage in der Nähe des Rittertors eingerichtet werden.

Für die Umnutzung müssten die kleinen Räume im Erdgeschoss des Denkmals umgebaut werden (Kosten: 40. 000 Euro), der Umbau der Außenanlagen würde 56. 000 Euro kosten, die Anbindung ans städtische EDV-System 25 .000 bis 30. 000 Euro.

(aha)
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