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Dinslaken
Stadtwerke Dinslaken überprüfen Gasrohrnetz

Dinslaken. Noch bis Juli sieht man sie wieder: Mitarbeiter der Stadtwerke Dinslaken zu Fuß unterwegs im Stadtgebiet, den Blick fest auf Laptop und Display ihres Messgerätes gerichtet. Alle zwei Jahre legen sie auf diese Weise 170 Kilometer zurück, um das gesamte Gasrohrnetz in Dinslaken und Hünxe-Bruckhausen auf etwaige Undichtigkeiten zu prüfen - ein turnusgemäßer Sicherheitscheck.

Ohne GPS (Globales Positionsbestimmungssystem) läuft heute auf den Straßen fast nichts mehr. So auch bei der Gasrohrnetzüberprüfung. Wie bei einem Navigationsgerät wird auf dem Laptop ein Stadtplan gezeigt. Mit einem Unterschied: eine blaue Linie zeigt den Verlauf der Rohrleitungen an. Auch Hinweise auf Art und Leitungsverlauf zu den einzelnen Hausanschlüssen sind digitalisiert.

Das auffälligste Gerät, das bei der Gasrohrnetzprüfung zum Einsatz kommt, ist allerdings die Teppichsonde von Dräger & Howarde. Das Gerät, das ein Mitarbeiter dieser Firma über Asphalt und Gehwege schiebt, erinnert an einen Staubsauger und funktioniert auch nach dem gleichen Prinzip: Es saugt die Luft vom Boden an. Sollten darin brennbare Gase enthalten sein, wird dies auf dem Messgerät angezeigt und ein Alarmsignal ertönt. Leider reagiert die Teppichsonde ebenso auf Autoabgase. Das erschwert gerade in der Innenstadt die Messung.

Wie schnell die Mitarbeiter handeln müssen, sollten sie einen Gasaustritt feststellen, hängt vor allem von der Lage des etwaigen Lecks ab. Befinden sich Häuser oder Hohlräume wie beispielsweise Schächte von Ampelanlagen in weniger als einem Meter Nähe, handelt es sich um einen Schaden der Klasse A 1, d. h. von höchster Priorität.

In einem solchen Fall würden sofort Probebohrungen vorgenommen, um die Art des Gases zu bestimmen und gegebenenfalls die genaue Lage der Beschädigung zu lokalisieren. Das Leck würde abgedichtet und gegebenenfalls die Rohrleitung anschließend komplett erneuert.

Quelle: RP
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