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Voerde
Städtische Flächen für den Bau preiswerter Wohnungen

Voerde. Im Rathaus gibt es Planungen, bei der Vermarktung städtischer Grundstücke für den Wohnungsbau einen Richtungswechsel vorzunehmen. Bislang hatte die Stadt solche Flächen fast ausschließlich mit dem Ziel angeboten, dass dort Einfamilienhäuser errichtet werden - wobei das zwingende Gebot der Eigennutzung durch die jeweiligen Käufer galt. Die Vermarktungen basierten auf einem Beschluss des Rates, in dem die Konditionen und Rahmenbedingungen festgelegt wurden. Dies bezieht sich laut Stadt bisher auf die neu geschaffenen Baugebiete Heidesiedlung, Feldweg, Rotdornweg und Wisselmannweg.

Nun schlägt Bürgermeister Dirk Haarmann vor, städtische Grundstücke durch Ausschreibung für den Bau preiswerter und öffentlich geförderter Wohnungen zu vergeben. Voraussetzung ist, dass sich diese Flächen nach den baurechtlichen Vorgaben auch für die Schaffung von Wohnungen im Mehrfamilienhausbereich eignen. Haarmann begründet seinen Vorstoß wie folgt: "Vor allem durch die immer noch erfolgreiche Unterbringung von Flüchtlingen und deren Familien auf dem freien Wohnungsmarkt zeichnet sich allmählich eine Knappheit bei der Wohnraumversorgung der Bevölkerung ab. Dieser Problemlage, die sich voraussichtlich in naher Zukunft noch verschärfen wird, soll die Bereitstellung städtischer Baugrundstücke für die Errichtung preiswerter Geschosswohnungen entgegenwirken." In erster Linie sei an Grundstücke gedacht, die nicht innerhalb eines neu zu entwickelnden Baugebietes liegen. Konkrete Flächen, die dafür in Frage kämen, benennt Haarmann nicht. Die Vergabe soll im Einzelfall vom Rat beschlossen werden. Der Ausschuss für Liegenschaften und Wirtschaftsförderung befasst sich damit, er tagt am, 19. November, 17 Uhr, in Zimmer 137 des Rathauses.

(P.K.)
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