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Dinslaken
Stahl für Systemhersteller aus Dinslaken

Dinslaken: Stahl für Systemhersteller aus Dinslaken
FOTO: RED
Dinslaken. Thyssenkrupp ist zugleich Lieferant und Kunde der Firma Signode System, die seit beinahe 60 Jahren hier ansässig ist.

Die Verpackungsbänder schimmern wie Lamettafäden im Weihnachtsbaum. Stahl, dünn gewalzt und fein geschnitten. Zu sehen ist dies bei der Firma Signode System in Dinslaken, die zu der amerikanischen Muttergesellschaft Signode Industrial Group gehört. Der Systemhersteller fertigt nicht nur Verpackungsmaterialien wie Umreifungsbänder aus Stahl und Kunststoff sowie Verschlusshülsen und Stretchfolien, sondern konzipiert und produziert auch die Anlagen, um diese Materialien anzubringen.

Das Vormaterial erhält Signode von Thyssenkrupp Steel Europe aus Duisburg, ist aber auch gleichzeitig Lieferant für den Stahlhersteller. Bei diesem sind die Fähigkeiten der rund 150 Mitarbeiter an der Magnusstraße bekannt. "Die Expertise in der Materialentwicklung wie auch das Know-how im Anlagenbau sind das große Plus von Signode", heißt es bei der Stahlsparte von Thyssenkrupp, die schon seit 1958 mit den Dinslakener Unternehmen zusammenarbeitet. Die Produkte werden vielseitig eingesetzt: in der Automobil- und Pharmaindustrie, im Holz- und Metallgewerbe, der Möbel- und Grafikbranche. Die Hauptabsatzmärkte liegen in Ost- und Westeuropa. Die Signode System GmbH ist mittlerweile ein Traditionsunternehmen mit einer langen Geschichte in Dinslaken. "Wir feiern hier am Standort bald unser 60-jähriges Bestehen", betont stolz Geschäftsführer Rainer Kammer.

In der Produktionshalle von Signode kommen pro Woche rund 30 Blechrollen, sogenannte Coils, aus dem Warmbandwerk in Duisburg an. Ein Teil davon wird in wenigen Tagen wieder zu Thyssenkrupp Steel Europe zurückkehren. Denn die Coils, die als Vormaterial für die Stahlverpackungsbänder an Signode geliefert werden, sind mit dem Signode-Band gesichert, das heißt der Hersteller kauft den verarbeiteten Stahl wieder zurück.

Um ein Coil mit einem Gewicht zwischen 18 und 25 Tonnen zusammenzuhalten, muss das Verpackungsband eine enorm hohe Spannkraft besitzen. Der Fachbegriff für das Verschnüren eines Coils lautet: Umreifung. Auch die gebrauchten Stahlbänder werden gemeinsam mit anderem Stahlschrott recycelt und wiederum zu Coils weiterverarbeitet. Große Lagerbestände hortet Kammer nicht. Thyssenkrupp Steel Europe liefert jede Woche so viel Material ins 20 Kilometer entfernte Dinslaken, wie in der Folgewoche verarbeitet wird. Im vergangenen Jahr war es schon die 2,5-millionste Tonne Stahl, die Thyssenkrupp im Zuge der jahrzehntelangen Kunden-Lieferanten-Beziehung nach Dinslaken schickte.

Signode Deutschland siedelte 1958 von Hamburg nach Dinslaken, um näher an Kunden und Zulieferern zu sein. Das Unternehmen verfügt an seinem Standort an der Magnusstraße über ein Werksgelände von annähernd 62 000 Quadratmeter, davon sind über 27 000 Quadratmeter überdacht. Hier sind rund 150 Mitarbeiter beschäftigt, davon 110 in der Produktion. Im vergangenen Jahr wurden rund 28.000 Tonnen Stahlband produziert. Hinzu kamen 8.500 Tonnen Kunststoffband und 70 Millionen Verschlusshülsen.

Quelle: RP
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