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Voerde
Start für Notunterkunft verzögert sich

Voerde: Start für Notunterkunft verzögert sich
FOTO: Heiko Kempken
Voerde. Die Erstaufnahmeeinrichtung des Landes für Flüchtlinge geht in Voerde erst im November in Betrieb. Von Petra Keßler

Die für die nächste Woche avisierte Inbetriebnahme der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge, die das Land im Zuge der Amtshilfe in Voerde zur Verfügung gestellt bekommt, wird sich um etwa zwei Wochen verzögern. Statt der 44. ist nun die 46. Kalenderwoche angepeilt, wie Planungsdezernent Wilfried Limke - nach dem aktuellen Stand der Dinge befragt - gestern erklärte. Als spätestes Datum für die Fertigstellung ist jetzt der 13. November gesetzt. In sieben bis zehn Tagen will die Stadt den genauen Termin benennen.

Der Vermieter des ehemaligen Praktiker-Baumarktes im Gewerbegebiet Grenzstraße, in dem die sogenannte Notunterkunft des Landes eingerichtet wird, wolle noch einmal "auf Eile drücken", erklärte Limke. Grund für die Terminverschiebung: Die Sanitäranlagen werden bis Ende nächster Woche nicht fertig, was auf Lieferschwierigkeiten bei Materialien zurückzuführen sei, die im Bereich der Duschen eingebaut werden, wie Limke weiter ausführt.

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Der Planungsdezernent betont, dass die Erstaufnahmeeinrichtung erst dann an den Start gehen kann, wenn auch alles fertig gestellt ist. Die Menschen kämen unmittelbar aus einer Fluchtsituation. "Da darf man nicht mit einem Behelf arbeiten", unterstreicht er.

Die Stadt Voerde hat ein hohes Interesse an einer baldigen Inbetriebnahme der Erstaufnahmeeinrichtung. "Jeder Tag, der es eher ist, tut uns gut", betont Limke. Die für das Land geleistete Amtshilfe wirkt sich für die Kommune positiv aus, weil ihr diese auf die Zahl der ihr regulär zugewiesenen Flüchtlinge angerechnet wird. Die Stadt erhält in der schwierigen Frage, wie sie die Menschen unterbringen soll, dadurch ein wenig Luft für weitere Planungen, denn einige Wochen lang werden erst einmal keine Flüchtlinge mehr nach Voerde kommen.

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Seit gestern werden die Messebauwände in der geplanten Notunterkunft installiert. Dadurch soll in der riesigen Halle des alten Baumarktes eine Zimmerstruktur geschaffen und den Menschen zumindest ein Stück Privatsphäre ermöglicht werden. Das werde eine Woche dauern, sagt Limke. Dann können die Betten aufgebaut werden. Nächste Woche soll auch die Verteilerküche stehen, über die das Essen an die Flüchtlinge ausgegeben wird. Ende dieser Woche ist die Fertigstellung des Gebäudes geplant, an dem sie registriert werden. Zu der Vorarbeit gehört auch die Installation von Deckenheizplatten. Das bauintensivste seien die Sanitäranlagen, erklärt Limke.

Die Aufnahme und Begleitung von Flüchtlingen ist Thema des Bürgerdialogs, zu dem die Stadt für heute, 17 Uhr, in die Aula des Gymnasiums Voerde, Am Hallenbad, einlädt.

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Quelle: RP
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