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Voerde
Steag-Schließung: Voerder CDU greift die Landesregierung an

Voerde. SPD-Landtagsabgeordneter Norbert Meesters macht sich für zügigen Rückbau der Kraftwerksanlagen stark.

Nachdem nun dem gesamten Kraftwerksstandort Voerde das Aus droht, geht die CDU zum Angriff auf die Landesregierung über. Auch der für Voerde zuständige SPD-Landtagsabgeordnete Norbert Meesters meldet sich zu Wort, bekundet seine Solidarität mit den betroffenen Steag-Mitarbeitern und hofft, dass für sie eine sozialverträgliche Lösung gefunden wird.

"Dass es aufgrund der Energiewende zwangsläufig zu Kraftwerksstillegungen kommen wird, war schon lange absehbar. Von der Regierung des Landes mit dem größten konventionellen Kraftwerkspark Deutschlands darf man daher erwarten, dass sie einen Überblick darüber hat, welche Kraftwerke im Land von einer Stilllegung bedroht sind. Und man darf von dieser Regierung erwarten, dass sie ein Konzept hat, wie die durch die Stilllegung wegfallenden Arbeitsplätze schnellstmöglich ersetzt werden", stellt Bernd Altmeppen, Chef der Voerder CDU, fest. Er findet es erstaunlich, dass Rot-Grün in Düsseldorf die Stadt Voerde mit der nun eingetretenen Situation bislang allein im Regen stehen lasse. "Wir erwarten keine Schnellschüsse, aber einen intensiven Dialog, was geschehen kann und muss", so Altmeppen in einer Pressemitteilung weiter.

Vorausschauende Planung von der Landesregierung, wie sich die Energiewende auf die Kraftwerksstruktur auswirkt, erwartet Charlotte Quik, Landtagskandidatin der CDU für Voerde. Der rot-grünen Landesregierung müsse bewusst sein, dass es hier Veränderungen geben werde, sie müsse Ideen und Pläne haben, was mit der betroffenen Fläche, den Arbeitsplätzen, der Region passieren solle. "Seit über fünf Jahren ist absehbar, dass Kraftwerke geschlossen werden müssen. Davon darf eine Landesregierung nicht überrumpelt werden - genau das ist momentan aber offensichtlich der Fall. Von der Landesregierung erwartet sie vielmehr "eine aktive Begleitung des Strukturwandels im Energiesektor". Quik sieht "die Landesregierung in der Pflicht, schnelle und unbürokratische Hilfe für die Stadt Voerde zu leisten. Landes- und Regionalplanung müssen die Möglichkeiten für den Erhalt der Kraftwerksfläche als Industriefläche schaffen". Sie erwartet, dass die Landesregierung sich mindestens in gleichem Maße engagiert wie bei der Strukturhilfe für die Kohlerückzugsgebiete.

Ingo Hülser, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion, richtet den Blick in die Zukunft. "Kraftwerksfläche ist Industriefläche und sollte auch als solche erhalten bleiben." Er bedauert, dass die SPD auch in Voerde beim Wegfall von Industrie immer gleich und ausschließlich an Logistik denkt. "Was wir hier in Voerde brauchen, ist der Erhalt wertschöpfender Arbeitsplätze: Nur dann lassen sich auch die befürchteten Auswirkungen auf die Zulieferer des Kraftwerks in Schach halten. Es schadet sicherlich nicht, über den Tellerrand hinauszuschauen und zu überlegen, welche Nachfolgenutzung für diesen wertvollen Standort in Frage kommt."

"Das Aus des Voerder Kraftwerks ist ein Schlag für die Beschäftigten und die Stadt Voerde", stellt der SPD-Landtagsabgeordnete Norbert Meesters fest. Seine Solidarität gehört den betroffenen Beschäftigten. Er hofft, dass für sie eine sozialverträgliche Lösung zustande kommt. Nun müsse alles dafür getan werden, dass aus der absehbaren Schließung des Kraftwerkes kein wirtschaftlicher Gau für Voerde entstehe. "Nun sind Steag und RWE in der gesellschaftlichen Verantwortung, einen zügigen Rückbau des Standortes in die Wege zu leiten", fordert Norbert Meesters. Kontakte mit dem Wirtschaftsministerium des Landes seien bereits hergestellt.

Quelle: RP
 
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