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Dinslaken
Stefan Ossig schießt in Barmingholten den Vogel ab

Dinslaken. Mit dem 73. Schuss setzte sich der neue König gegen seinen Kontrahenten und Freund Hans-Georg Schledorn durch.

Gegen 16.45 Uhr gingen am Pfingstmontag auf dem Platz am Vereinsheim an der Sterkrader Straße immer mehr Blicke nach oben: Nachdem sich die beiden Anwärter auf die Königswürde beim BSV Barmingholten eine Stunde lang einen harten Zweikampf geliefert hatten, fing der zähe Vogel an zu wackeln, ein Raunen ging durch die Menge und Holzspäne flogen durch die Luft. Um 16.55 Uhr folgte dann mit dem 73. Schuss der ganze Rumpf und machte Stefan Ossig zum neuen Regenten.

"Da ist das Ding!", rief der frischgebackene König freudestrahlend und hielt unter dem Applaus der zahlreichen Gratulanten den Holzvogel in die Höhe. Für Stefan Ossig ein besonderer Moment. Als der Rumpf fiel, sei das für ihn ein "Glücksgefühl wie nie" gewesen. Vor zwei Jahren hat Stefan Ossig es schon einmal versucht, dass es diesmal mit der Königswürde geklappt hat, hat er auch seiner Frau Ute zu verdanken. "Er hat gesagt, wenn Hansi schießt, schieße ich mit", erzählt Ute Ossig. Da Hans-Georg Schledorn der andere Aspirant war, organisierte sie kurzerhand den Thron und ihr Mann trat spontan gemeinsam mit seinem Freund zum Kampf um die Königswürde an.

"Wir wollten es beide werden", beschreibt Stefan Ossig die Anspannung während des Schießens. Umso gelöster konnte er hinterher sagen: "Ich bin stolz, König von Barmingholten zu sein." Den Thron bilden: König Stefan Ossig und Königin Ute Ossig sowie die Ministerpaare Olaf Hagenbruck und Tanja Müller, Stephan und Zane Sträter, Hans-Georg und Birgit Schledorn, Oliver Lammers und Nadine Neuhaus, Markus Heiden und Sabine Tielkes sowie Marco und Sabrina Appel.

Die Pfänder holten: Bruno Bauer (Kopf/19. Schuss), Jil Striebing (linker Flügel/73. Schuss) und Sven Caporale (rechter Flügel/117. Schuss). Ähnlich zäh wie beim Königsschießen erwies sich der Holzvogel auch am Sonntag beim Prinzenschießen der Jugend: Erst mit dem 166. Schuss und einer Dreiviertelstunde Verspätung stand Fabian Katstaller als neuer Prinz fest. Zuvor hatten sich Lilie Zajusch (rechter Flügel/33. Schuss), Pascal Katstaller (linker Flügel/37. Schuss) und Enriko Wanderscheck (Kopf/46. Schuss) die Pfänder gesichert.

Mit zeitlicher Verzögerung begann das Vogelschießen am Montag, nachdem mittags ein beschädigtes Trafohäuschen auf dem Platz für einen Stromausfall im Stadtteil und den Einsatz der Feuerwehr gesorgt hatte. Dieser Zwischenfall verdarb den Schützen aber nicht ihre gute Laune und Pressewart Manfred Kleiner zog ein positives Fazit des Schützenfestes: Glück mit dem Wetter, die Barmi-Party am Samstagabend sei sehr gut angenommen worden, und beim Königsball am Sonntag feierten die Schützen bis in die frühen Morgenstunden mit ihren Gästen. Zum ökumenischen Gottesdienst am Samstagmorgen waren 150 Menschen ins Festzelt gekommen. Die Kollekte von 332 Euro kommt jeweils zur Hälfte der Dinslakener Fliehburg und einem Flüchtlingsprojekt in Schmachtendorf zugute.

(cor)
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