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Voerde
Stefan Schmitz übernimmt den Vorsitz

Voerde. Nach dem Rücktritt von Hans-Werner Tomalak hat der Förderverein Haus Voerde den 39-jährigen an die Spitze gewählt. Schmitz hofft, dass der Verein den Weihnachtsmarkt wieder als Veranstalter übernehmen kann.

Drei Wochen, nachdem Werner Tomalak seinen Rücktritt als Vorsitzender des Fördervereins Haus Voerde erklärt hatte, steht nun sein Nachfolger fest: Stefan Schmitz ist am Mittwochabend während der Mitgliederversammlung ohne Gegenstimmen in das Amt gewählt worden. Der 39-Jährige, seit knapp zwei Jahren Beisitzer, bringt lange Erfahrung in Sachen Vorstandsarbeit mit: Schmitz war von 2005 bis 2014 Vorsitzender des mehr als 300 Mitglieder zählenden 1. Voerder Karnevalsvereins (VKV). Aktuell hat er dort den Posten des Stellvertreters inne, den er zuvor schon einmal ausgeübt hatte. Ende der 90-er Jahre hatte der Voerder beim VKV als Geschäftsführer erstmals ein verantwortungsvolles Amt übernommen.

Mit ihm hat der Förderverein Haus Voerde einen Menschen an seiner Spitze, dem der Weihnachtsmarkt am Wasserschloss sehr ans Herz gewachsen ist. Schmitz ist ein Mann der ersten Stunde. Bei der Organisation des Budenzaubers ist der Voerder von Anfang an mit dabei. Nachdem die zweimaligen Veranstalter Dirk Wennmann und Dirk Elfgen das Handtuch geworfen haben, ist offen, ob der Weihnachtsmarkt auch in diesem Jahr und damit zum neunten Mal in Folge über die Bühne gehen kann. In den vergangenen Wochen hat Stefan Schmitz mit potenziellen Sponsoren und Helfern Gespräche über eine Beteiligung geführt und ist dabei auf eine grundsätzliche Bereitschaft getroffen, wie er sagt. Die Frage, die sich stellt, ist, wer den Weihnachtsmarkt zukünftig veranstaltet. Schmitz schwebt da eine Vereinslösung vor. Er würde sich wünschen, dass der Förderverein diese Aufgabe wieder übernimmt. Bevor dazu aber eine Entscheidung fallen kann, muss ein wichtiger Punkt geklärt werden: ob der Förderverein den Weihnachtsmarkt ausrichten kann, ohne seine Gemeinnützigkeit zu verlieren. Das will man in keinem Fall, wie Schmitz betont. Sollte dies aber so sein, stellt sich für ihn die Frage, ob es eine andere Lösung gäbe, die den Förderverein dennoch in die Lage versetzen würde, den Budenzauber zu veranstalten - etwa, indem eine Untergruppe gegründet wird. Der Vorstand ist dabei, diese finanzrechtlichen Fragen zu klären.

Schmitz hofft auf ein baldiges Ergebnis. Die Zeit drängt, die Aussteller müssen zeitnah wissen, ob der Weihnachtsmarkt stattfinde. Er gibt sich optimistisch, dass es gelingen wird, den Budenzauber auch in diesem Jahr zu veranstalten. Der Voerder verfolgt das Ziel, Sponsorenverträge über drei Jahre laufen zu lassen, damit die Frage, ob die Veranstaltung stattfindet, sich nicht Jahr für Jahr stellt. Der Weihnachtsmarkt ist für den neuen Vorsitzenden des Fördervereins Haus Voerde ein wichtiges Thema - aber bei weitem nicht das einzige. Schmitz möchte den Verein, der es sich zum Ziel gesetzt hat, das Wasserschloss mit Investitionen und Veranstaltungen weiter attraktiv zu halten, stärker aufstellen. So ist der Plan, über Veranstaltungen neue Mitglieder zu gewinnen, die bereit sind mitzuarbeiten. Noch unter der Regie von Werner Tomalak wurde für den 18. Juni, ab 18 Uhr, eine Benefizveranstaltung organisiert.

Nach einem Sektempfang mit musikalischer Untermalung durch das Gitarrenduo "Silent Moves" wird Pater Ludger von der Abtei Hamborn einen Vortrag über die Geschichte des Wasserschlosses Haus Voerde halten. Im Anschluss daran ist im großen Saal ein Abendessen vorgesehen, das der Pächter von Haus Voerde zubereiten wird. Was die Karten kosten werden, kann Schmitz im Moment noch nicht sagen. Der Förderverein hofft bei dieser Veranstaltung auch auf Spenden der Gäste. Als weitere mögliche Veranstaltungen im Umfeld von Haus Voerde könnte sich Schmitz einen gastronomischen Abend an der Allee mit der "längsten Tafel Voerdes" vorstellen. Oder ein Weinfest, bei dem Rebensäfte aus verschiedenen Anbaugebieten präsentiert werden.

(P.K.)
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