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Voerde
Straßen werden bald saniert

Voerde: Straßen werden bald saniert
Voerde. Südliche Wilhelmstraße und Grüner Weg in Friedrichsfeld sollen 2016 in Angriff genommen werden.

Schon seit Jahren beklagen sich Anwohner des Grünen Weges in Friedrichsfeld über die, wie die Stadt es formuliert, "unzureichende" Straßenbeschaffenheit. Die Unebenheiten in den befestigten und unbefestigten Bereichen führten zu großen Entwässerungsproblemen, und die zu Schlamm und Staub, beschreibt die KBV-Tiefbau-Abteilung die seit langem dort herrschende Situation. Die hat sich jüngst weiter verschlechtert, nachdem die Fernwärme Niederrhein dort ihre Versorgungsleitungen verlegt hat. So geschehen auch an der südlichen Wilhelmstraße. Die durch die Bautätigkeiten in Anspruch genommenen Straßen zeigten sich "in einem äußerst schlechten Zustand", bilanziert der KBV. Über das Thema wird heute im Betriebsausschuss (ab 17 Uhr, Rathaus, Zimmer. 137) berichtet.

Als "katastrophal" beschreibt Anwohner Günter Kroeze das Bild, das sich am Grünen Weg nun bietet. Die Straße sei ja noch nie in einem Top-Zustand gewesen, die Situation jetzt aber hält er für gar nicht mehr tragbar. In der Baustraße und in den unbefestigten Randbereichen sind laut KBV "Absackungen und Schlaglöcher" entstanden. Anwohner Kroeze weist auf das Problem hin, dass dadurch etwa für ältere Menschen mit Rollator besteht.

Die südliche Wilhelmstraße wurde laut KBV durch die Bautätigkeit und die Nutzung durch Baufahrzeuge übermäßig stark beschädigt, weil die Straße dafür wegen einer fehlenden Schottertragschicht keine ausreichende Tragfähigkeit hatte. Das Pflaster der Fahrbahn, Bordsteine und Gehwegplatten seien an vielen Stellen abgesackt. Für die Niederschlagsentwässerung bestehe kein ausreichendes Längs- und Quergefälle. Die Fernwärme sei vertraglich verpflichtet, die Instandsetzung auf eigene Kosten vorzunehmen. Dies würde sie in der Form tun, dass sie die geschädigten Platten und Steine ersetzt und die weiter nutzbaren Materialien auf ein ordnungsgemäßes Höhenniveau reguliert. Aus Sicht des KBV hätte dieses Vorgehen den Nachteil, dass die Straße in den nicht beschädigten Bereichen weiter ohne einen ausreichenden Unterbau bestehen bliebe, die Nutzung eingeschränkt wäre, der altersbedingte Verschleiß nicht ausgeglichen würde. Die Fernwärme biete der Stadt an, die Verkehrsfläche gemäß Standardregelwerk Straßenbau mit neuen Pflastermaterialien und notwendigem Aufbau (Schottertragschicht, Frostschutzschicht) wiederherzustellen. Obwohl diese Arbeiten außerhalb des Leitungsgrabens nicht in ihre Zuständigkeit fallen, erkläre sie sich aufgrund des Ausmaßes der Schädigung bereit, 50 Prozent der kompletten Ausbaukosten von etwa 132. 000 Euro zu übernehmen. Damit könnte die Stadt die ohnehin fällige altersbedingte Straßenerneuerung mit einer 50-prozentigen Fremdfinanzierung realisieren. Die Anlieger, auf die der städtische Kostenanteil (in dem Fall 66. 000 Euro plus 15 .200 Euro für eigene Ingenieurleistungen, neue Beleuchtung) nach dem Kommunalabgabengesetz umzulegen wäre (70 Prozent Anlieger, 30 Prozent Stadt), würden deutlich geringer mitveranlagt, sagt 1. KBV-Betriebsleiter Wilfried Limke. Gebaut werden soll 2016.

Auch beim Grünen Weg (von Wilhelmstraße bis Lindenweg) strebt die Stadt nun einen baldigen Straßenendausbau an. Die für 2018 vorgesehene Maßnahme soll auf 2016 vorgezogen werden. Noch offen ist, wie hoch der Kostenanteil der Fernwärme ausfällt.

(P.K.)
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