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Dinslaken
"Tourismus ist der Zukunftsmarkt"

Dinslaken. Die Kreise Kleve, Wesel und Viersen präsentieren sich noch bis zum Sonntag am Stand des Niederrhein Tourismus unter dem Dach des Landes Nordrhein-Westfalen auf der weltgrößten Tourismus-Messe ITB in Berlin. Von Jürgen Loosen

185 Länder mit mehr als 10.000 Ausstellern präsentieren sich seit gestern auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin. Die Messe, die bis zum Sonntag dauert, ist mit über 160.000 Quadratmetern Fläche sowie 50.000 Privatbesuchern und etwa 115.000 Fachgästen die weltweit größte Fachmesse auf diesem Sektor. Auch die Niederrhein-Tourismus GmbH, die sich unter dem Dach des Landes NRW in der Halle 8.2 vorstellt, will dem internationalen Publikum den Niederrhein als Urlaubsregion schmackhaft machen. Das jedenfalls haben sich die in der Gesellschaft vereinigten Kreise Kleve, Wesel und Viersen als Ziel gesetzt.

Der Weseler Landrat Dr. Ansgar Müller, derzeit Aufsichtsratsvorsitzender der Niederrhein Tourismus GmbH, sprach in Berlin während einer Pressekonferenz von einer Erfolgsstory, an der man seit zehn Jahren gemeinsam schreibe: "In der Zeit wurde die Zahl der Übernachtungen um 20 Prozent auf jetzt 1.996.000 in der Region gesteigert." Dabei sei die "Dunkelziffer" sogar noch hoch, da die Statistik nur Betriebe mit mindestens zehn Betten erfasse. Die gute Netzwerkarbeit der beteiligten drei Kreise habe maßgeblich zum Erfolg beigetragen. Nicht zu vergessen seien die Tagesausflüge, die einen wichtigen Wirtschaftsfaktor darstellen, auch, weil Ausflügler durchschnittlich pro Besuch etwa 64 Euro ausgeben, was sich auf 15 Milliarden Euro summiert mit Eintrittsgeldern, Gastronomiebesuchen und Einkäufen. Nun gelte es daran zu arbeiten, die Verweildauer der Gäste zu verlängern, dafür soll die klassische Saison von April bis Oktober in die Wintermonate hinein verlängert werden - attraktive Angebote inklusive.

Müller rückte auch den 2. Niederrheinischen Tourismustag in den Vordergrund. Er soll am Montag, 2. Mai, im ENNI-Sportpark in Moers über die Bühne gehen, mit dabei sein wird NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin. Zudem sei der Niederrhein "stolzer Gastgeber der NRW-Radtour". Müller: "Radfahren ist unser Kernkompetenz". Sein Resümee der Entwicklung des vergangenen Jahrzehnts: "Der Tourismus ist der Zukunftsmarkt".

Der. Kreis Klever Landrat Wolfgang Spreen sagte zunächst Grundsätzliches zum Niederrhein Tourismus: "Wenn wir mit drei Landräten in Berlin anreisen, dann ist das schon ein klares Bekenntnis zum Niederrhein-Tourismus". Spreen stellte den Journalisten in Berlin zudem die einheitliche touristische Beschilderung vor, bei der rund 80 Knotenpunkte Radfahrern im Kreis Kleve künftig den Weg weisen sollen. Etwa 70 Prozent der veranschlagten 400.000 Euro Kosten erhofft sich Spreen vom Land NRW, der Ausbau soll 2017 über die Bühne gehen. Tatsache sei, dass der Kreis Kleve eine Fahrrad-Region sei. Der Entwurf des Kreises Kleve sieht vor, das gesamte Radwegenetz mit einer Gesamtlänge von 1200 Kilometern mit den 80 Knotenpunkten zu versehen. Heute sind 580 Kilometer Strecke Bestandteil des Radverkehrsnetzes NRW, die fehlenden 650 Kilometer müssen noch neu ausgeschildert werden.

Dr. Andreas Coenen, der neue Landrat des Kreises Viersen, appellierte in Richtung Niederrhein: "Die Tendenz geht dahin, sich noch weiter zusammen zu schließen. Ich spreche hiermit eine Einladung an andere Kreise und kreisfreien Städte aus". Der Verwaltungschef stellte einen der touristischen Leuchttürme der Region vor, den Naturpark Schwalm-Nette, mit 436 Quadratkilometern Größe ein gigantisches Naherholungsgebiet entlang der deutsch-niederländischen Grenze, ein Paradies für Mensch und Tier.

Quelle: RP
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