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Dinslaken
Trabrennverein ist kein Wettbüro-Betreiber

Dinslaken. Vorsitzender Theodor Lettgen ist verärgert über Diskussion zur Einführung einer neuen Steuer.

Das gefällt Theo Lettgen, 1.Vorsitzender des Dinslakener Trabrennvereins, gar nicht, dass in die Diskussion um die Einführung einer Steuer auf Wettbüros die Rennbahn hineingeraten ist. Dabei, so Lettgen, habe das, was auf der Rennbahn passiere, nichts mit einem Wettbüro gemein.

Der Trabrennverein sei kein Wettbürobetreiber, bei dem auf verschiedene Sportarten Wetten abgeschlossen werden können. Man sei ein Verein, der den staatlichen Auftrag habe, öffentliche Pferdeleistungsprüfungen nach dem Tierzuchtgesetz durchzuführen. Der Gesetzgeber habe den Rennvereinen eine sogenannte Totalisatorgenehmigung zur Finanzierung dieser Leistungsprüfungen gewährt. Auf der Rennbahn, so Lettgen, werde niemand gezwungen, eine Wette abzugeben. Der Besucher könne die Rennen auch nur als Zuschauer verfolgen.

Und nur ein Pferderennverein, der die gesetzlichen Voraussetzungen erfülle, erhalte von der Bezirksregierung Düsseldorf in Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsministerium eine Totalisatorgenehmigung, die für ein Jahr befristet ist. Lettgen betont, dass diese Genehmigung nur solchen Vereinen erteilt würden, welche die Sicherheit bieten, dass sie alle Einnahmen, auch neutrale Erträge (Trödelmärkte, Vermietung der Hallen und Parkplatzgebühren) ausschließlich "zum Besten der Landespferdezucht verwenden". In der Genehmigung sei auch genau geregelt, wie viel der Rennverein für Rennpreise, Investitionen und Reparaturen sowie als Abgabe an den Dachverband zu entrichten hat.

Von den am Totalisator gewetteten Beträgen entrichtet der Verein eine Steuer in Höhe von fünf Prozent an das Finanzamt. Der Trabrennverein, so Lettgen, leide durch das Buchmacherwesen. Der Verein müsse ein großes Gelände unterhalten, schaffe das Produkt und die Buchmacher nehmen Wetten auf diese Rennen auf eigene Rechnung und zahlen aber keinen Cent an die Vereine.

Der heute tagende Hauptausschuss befasst sich mit der Wettbürosteuer. Die Sitzung beginnt um 17 Uhr im Rathaus, Platz d'Agen 1. Der Finanzausschuss hatte sich vergangene Woche für die Erarbeitung einer Satzung ausgesprochen.

(mt)
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