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Dinslaken
TV-Direktor wird Eselordenträger

Dinslaken. Pünktlich zum Start der fünften Jahreszeit lüftete gestern um 11.11 Uhr Ulla Hornemann, die Vorsitzende des närrischen Parlaments in Wesel, zusammen mit Bürgermeisterin Ulrike Westkamp das bis dato gut gehütete Geheimnis, wem am Tulpensonntag 2017 in der Niederrheinhalle der Weseler Eselorden um den Hals gehängt wird. Der Auserwählte ist ARD-Wahl-Moderator und WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn.

Der 52-Jährige hat mit Wesel bislang nicht viel zu tun gehabt. Dass er trotzdem der richtige Mann für den Eselorden ist, begründete Hornemann in ihrer launigen Rede unter anderem so: "Obwohl Kommissar Thanner, also der Kollege von Schimanski, 1986 im 188. Tatort das Motto unseres Stadtjubiläums "Wesel? Schöne Stadt!" verkündet hatte, ist des dem WDR bis heute nicht gelungen, eine Folge in unserer schönen Stadt zu drehen." Grund genug also, um dem WDR-Fernsehdirektor, der, wie es auf der Homepage des Senders so schön heißt, "in letzter Instanz über neue Sendungen und Formate entscheidet", den Eselorden zu verleihen.

Und was sagt Jörg Schönenborn zu einem möglichen Tatort aus Wesel? Die RP erreichte ihn gestern in Hamburg, wo er den 1000. Tatort vorgestellt hat. "Wesel gehört damit zur Liste von 111 Städten, die sich als Tatort-Stadt beworben haben", so Schöenenborn. Grundvoraussetzung sei, dass die Bewerberstädte "besonders morbide, kriminell und verkommen sein müssen. Das wollen wir gerne sorgfältig prüfen, ob Wesel tatsächlich kriminell genug ist", sagt er. Der Mann hat Humor.

(kwn)
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