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Dinslaken
U3-Betreuung soll ausgebaut werden

Dinslaken: U3-Betreuung soll ausgebaut werden
FOTO: Julian Stratenschulte
Dinslaken. Dinslaken muss für das Kindergartenjahr 2016/17 noch was tun, um die Versorgungsquote von 40 Prozent zu erreichen. Von Rita Meesters

Bei der Tagesbetreuung für das kommende Kindergartenjahr klafft zwischen Angebot und Nachfrage offenbar noch eine Lücke - zumindest für die Kinder unter drei Jahren: Laut Kindergartenbedarfsplan wird durch Angebote in Kitas und bei Tagesmüttern eine Versorgungsquote von 33 Prozent erreicht. Die Verwaltung hält aber eine höhere Zielquote für notwendig. Sie geht davon aus, dass für 40 Prozent der U3-Kinder ein Angebot geschaffen werden muss.

Das bedeutet, dass noch 111 Plätze fehlen - zumindest rein rechnerisch. Wie viele Eltern aktuell tatsächlich noch auf der Suche sind, konnte die Verwaltung gestern nicht sagen. Im Kita-Plan heißt es jedoch: "Mit Bezug zum gegenwärtigen Stand des Anmeldeverfahrens ist das Angebot im U3-Bereich nicht bedarfsgerecht." Um allen Anfragen nachkommen zu können, will die Verwaltung den Ausbau der Tagespflege vorantreiben. Das setze allerdings voraus, dass man eine ausreichende Anzahl an Interessenten findet, die bereit sind, sich in Lehrgängen zur Tagesmutter oder zum Tagesvater qualifizieren zu lassen, sagt Stadtsprecher Horst Dickhäuser.

Bei der Versorgung der Kinder über drei Jahren wird im kommenden Kindergartenjahr die Versorgungsquote von 100 Prozent erreicht. Mit Blick auf den gegenwärtigen Stand des Anmeldeverfahrens sei das Angebot im U3-Bereich bedarfsgerecht, heißt es.

In den Kitas Fröbelstraße und Theresienstraße wird es je eine Notgruppe geben. Allerdings müsse die Planung vor dem Hintergrund weiterer Flüchtlingszuweisungen regelmäßig geprüft und angepasst werden, denn für 2016 wird mit ähnlichen Zahlen wie 2015 gerechnet.

Für das Jahr 2017/18 zeichnet sich schon jetzt ab, dass die Zahl der Betreuungsplätze für Drei- bis Sechsjährige nicht mehr reichen wird. Die Jugendhilfeplaner prognostizieren einen zusätzlichen Bedarf von 58 Plätzen. Erklärt wird das einerseits mit der Steigerung der Anzahl an Kindern dieser Altersgruppe, andererseits auch mit dem Zuzug von Flüchtlingen, der voraussichtlich in den kommenden Jahren anhalten wird. Aktuell leben 160 Kinder unter sechs Jahren in der Flüchtlingsunterkunft Fliehburg, 50 davon besuchen eine Kita.

Möglichkeiten, das Angebot bedarfsgerecht zu erhöhen, sieht die Jugendhilfeplanung durch folgende Maßnahmen: Ausbau der Kitas Hühnerheide und Baßfeldshof um je eine Gruppe, Ausbau der Notgruppen Theresienstraße und Fröbelstraße sowie Einrichtung einer Waldgruppe.

Ob diese Vorschläge tatsächlich auch umgesetzt werden können, soll bis zur Juni-Sitzung des Dinslakener Jugendhilfeausschusses feststehen, so dass dieser darüber entscheiden kann.

Quelle: RP
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