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Dinslaken
Um 5.37 Uhr wackelte die Erde

Dinslaken: Um 5.37 Uhr wackelte die Erde
Das Epizentrum des Bebens lag zwischen Kirchhellen und Hünxe. FOTO: Geografischer Dienst NRW
Dinslaken. Ein Erdbeben hat in der Nacht zu Samstag zahlreiche Bürger in Dinslaken und Hünxe aufgeschreckt. Um 5.37 Uhr wackelte die Erde. Das Epizentrum des Bebens lag nach Angaben des Seismologischen Observatoriums der Ruhr Universität Bochum zwischen Kirchhellen und Hünxe, am Rand der Kirchhellener Heide. Von Anja Hasenjürgen

Die Stärke des Bebens wird zwischen 2,9 (Geologischer Dienst NRW) und 3,3 auf der Richter-Skala (Seismologisches Observatorium der Ruhr Universität Bochum) in einer Tiefe von 1,7 Kilometern angegeben. Ursache für das Beben soll der Bergbau sein: Im WDR erklärte die RAG, dass eine Sandsteinschicht oberhalb des Abbaugebietes des Bergwerks Prosper-Haniel zusammen gebrochen sei.

Damit handelt es sich um mit das stärkste Beben des Jahres in der Gegend. Zuletzt hatte am 9. März die Erde in Hünxe gebebt: Die Stärke lag nach Angaben der Ruhr Uni damals bei 2,9, das Epizentrum an der Ecke Bergschlagweg/Wilhelmstraße. Die Auswirkungen des Bebens waren nach Angaben der Plattform "Juskis Erdbebennews" in Bottrop, in weiten Teilen von Hünxe, Teilen von Dinslaken, Dorsten, Oberhausen, Essen, Gelsenkirchen, Gladbeck, Oberhausen, Schermbeck und Voerde zu spüren. Allein in Hünxe registrierte die Ruhr Universität Bochum seit dem 8. März 80 Erdstöße, fast alle im Bereich zwischen Hardtbergwerg und Berger Straße. Acht dieser 80 Beben bei Hünxe hatten eine Stärke über 2.

Bis September, so sagte ein Sprecher der RAG nach dem Beben im März, müssten Anwohner "noch mit starken Erschütterungen rechnen". Dann sei der letzte Abbau in dem Gebiet beendet.

Quelle: RP
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