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Dinslaken
Unterstützung bei Integration von Flüchtlingsklassen

Dinslaken. Auf eine langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit blicken die Realschule im Gustav-Heinemann-Schulzentrum und das städtische Jugendzentrum P-Dorf zurück.

Angefangen hat alles mit dem Nutzen der Räumlichkeiten in Oberlohberg für das jährlich wiederkehrende Projekt der Realschule zum Thema Liebe, Partnerschaft, Sexualität, kurz LPS genannt. "Manche schulischen Projekte lassen sich ungezwungener an einem außerschulischen Ort erarbeiten", sind sich Pädagogen sicher. Bei dem Belegen von Räumen blieb es nicht. Es gibt immer wieder Kooperationsgespräche zwischen den beiden Partnern, um abzuschätzen, wie vorhandene Kompetenzen zum gegenseitigen Gewinn genutzt werden können. Der Gedanke lag nahe, die Realschule bei der Integration von Flüchtlingsklassen zu unterstützen.

Die Schülerinnen und Schüler setzten sich zunächst mit ihrem eigenen Leben auseinander, sammelten alles, was nach ihrer persönlichen Meinung für ein gelungenes Leben Wert hat. So fiel es beim nacherlebten Fluchtweg leichter, sich in die Situation von Geflohenen zu versetzen.

Ein folgender Dialog mit der Gruppe setzte vielfältige Gedanken, Gefühle, Sorgen und Ängste der Teilnehmenden frei. Das Klima in der Schule, das auf Gegenseitigkeit und Toleranz abzielt, zahlt sich aus, wie zu vernehmen ist. Mehr als 70 junge Leute konnten sich vorstellen, sich in dieser Hinsicht zu engagieren.

Auffallend: Die meisten Mitglieder der gebildeten Arbeitsgemeinschaft wissen in der Praxis nicht, wie sie sich einbringen können oder haben Sorge, sich nicht verständigen zu können, möchten einfühlsam sein, nichts Unpassendes oder Verletzendes sagen. Trotzdem ist viel Neugier vorhanden, junge Menschen aus einem anderen Kulturkreis kennen zu lernen. Mittlerweile haben Begegnungen in Form von gemeinsamen Rallyes stattgefunden, Hemmschwellen konnten überwunden werden. Die Erkenntnis, dass es viele verbindende Gemeinsamkeiten gibt, lässt die Schüler zusammenrücken. Die, ihre Pädagogen und das Team aus dem P-Dorf sind sich einig: Nach den Sommerferien soll das Ganze fortgeführt werden.

Quelle: RP
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