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Dinslaken/Voerde/Hünxe
Unwetter: Voerde drängt auf Hilfe des Landes

Dinslaken/Voerde/Hünxe. Auch am Wochenende beschrte der starke Regen den Feuerwehren etliche Einsätze. Am Samstag liefen in Dinslaken mehrere Keller voll Wasser.

Wegen des durchgeweichten Bodens stürzte außerdem ein Baum auf eine Straße und blockierte diese. Auch die Hünxer Feuerwehr hatte noch einige Einsätze. Nachdem sich der Mühlenbach in Bruckhausen zurückgestaut hatte, musste die Feuerwehr in Hünxe ein Haus mit Sandsäcken sichern. Im Gemeindegebiet kippten zudem durch den aufgeweichten Boden einige Bäume um oder große Äste brachen ab, die beseitigt wurden. An der Straße Zum Aansberg drohte das Flachdach eines Hauses wegen der Wassermengen einzustürzen. Die Feuerwehr sicherte das Gebäude. Um "einige kleinere Nachwehen", berichtete Sprecher Detlef Berlin, musste sich die Feuerwehr in Voerde kümmern. Einen größeren Einsatz gab es hier am Hülsdonkweg.

Unterdessen hat Voerdes Bürgermeister Dirk Haarmann Innenminister Ralf Jäger geschrieben und gebeten, den Zeitraum, in dem das Land Sofort-Hilfen für die Unwetter-Opfer der vergangenen Starkregenereignisse gewährt, um den 30. Mai zu erweitern. An dem Tag wurden Voerde und Dinslaken von verheerenden Regenfällen heimgesucht. Geschädigte aus beiden Städten können aber auf eine Sofort-Hilfe aus Düsseldorf nicht hoffen, weil die Zeitspanne dafür, wie berichtet, auf den 31. Mai bis 8. Juni festgelegt wurde. Aber selbst wenn der Zeitraum einer möglichen Sofort-Hilfe für die Unwetter-Opfer um den 30. Mai erweitert würde - die Zeichen dafür, dass Voerde und Dinslaken in den Kreis der Kommunen aufgenommen werden können, in denen diese Unterstützung gewährt würde, stehen schlecht. So hat das Land dazu bereits eine negative Aussage getroffen. Voerdes Bürgermeister Dirk Haarmann hofft, dass Düsseldorf in der Frage doch noch einlenkt und verweist auf zwei Kriterien bei der Städteauswahl: die Einsatzhäufigkeit und die Regenmenge. Beides sei in Voerde und Dinslaken erfüllt. Das Schadensbild dort sei nicht geringer, die Bürger seien im gleichen Maße betroffen.

Die Stadt Voerde macht darauf aufmerksam, dass sie auf ihrer Website Karten- und Grafikmaterial zum Starkregenereignis am 30. Mai eingestellt hat. Geschädigte hätten nachgefragt, ob die Stadt als Nachweis für die Versicherung eine Bescheinigung über den Starkregen ausstellen könne, so Dezernent Wilfried Limke. Der Link, der auf www.voerde.de zum Karten- und weiteren Infomaterial führt, findet sich auf der Startseite.

(P.N./P.K.)
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