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Dinslaken
VdK will sich intensiver in Sozialpolitik einbringen

Dinslaken. An den 31. Mai 2002 erinnert sich Volker Markus genau. Denn seine Schwiegermutter konnte nicht die Treppen zum Standesamt im Duisburger Rathaus hinaufkommen. "Einen Aufzug gab es damals noch nicht", erzählt der 57-jährige Xantener. "Schließlich haben zwei kräftige Mitarbeiter meine Schwiegermutter gepackt und die Treppe hinaufgetragen. Das war schon entwürdigend." Dieser Tag treibt ihn an, sich für die Belange von Senioren und Behinderten vor Ort zu engagieren. "Die Sozialgesetze werden in Berlin und Düsseldorf erlassen, aber vor Ort umgesetzt", sagt er. Um diese Umsetzung zu beschleunigen und den VdK besser in die Sozialpolitik vor Ort einzubringen, machte er sich dafür stark, innerhalb des Sozialverband VdK am Niederrhein ein Kommunalpolitisches Forum ins Leben zu rufen.

Dieses Forum gründete sich Ende September in der Dinslakener Stadthalle. Ihm gehören 90 Mandatsträger des Sozialverbandes an, die vor allen Kommunalpolitiker aus den Gemeinden und Städten der Kreise Kleve und Wesel sowie der Stadt Duisburg sind. "Die Politiker gehören unterschiedlichen Parteien an", unterstreicht Forumsvorsitzender Volker Markus. "Der VdK ist überparteilich." Beim ersten Kommunalpolitischen Forum lernten sich die Mandatsträger kennen, knüpften Kontakte und tauschten Erfahrungen aus. Das Forum soll sich einmal im Jahr im großen Kreis treffen. Es will zwei- oder dreimal im Jahr seine Mitglieder zu Seminaren einladen, um über Themen zu informieren, die der VdK vorantreiben will. Und es fördert Treffen zwischen den Mandatsträgern vor Ort und den 55-Ortsvereinvorsitzenden. Großes Thema ist der demografische Wandel. Konkret setzt sich das Forum dafür ein, barrierefreien und preiswerten Wohnraum zu errichten. Das Forum macht sich auch für die Barrierefreiheit bei Bussen und Bahnen stark. "Bis 2022 soll die Verkehrsinfrastruktur barrierefrei sein", sagt Volker Markus. Man engagiert sich zudem dafür, die Barrierefreiheit bei Verwaltungs-, Kultur- und Sportgebäude zu erreichen. Ferner setzt sich es sich für eine flächendeckende Gesundheitsversorgung in den ländlichen Kommunen ein.

(got)
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