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Voerde/Dinslaken
Vereinsgemeinschaft: B8 optimieren

Voerde/Dinslaken: Vereinsgemeinschaft: B8 optimieren
Die bestehende B 8 auf Dinslakener Stadtgebiet zu optimieren, dafür macht sich die Vereinsgemeinschaft Möllen stark. FOTO: Heiko Kempken
Voerde/Dinslaken. Möllener reichen Stellungnahme zum Bundesverkehrswegeplan ein. Bedenken gegen die geplante B 8n.

Bis gestern konnten einzelne Bürger, Unternehmen, Verbände, Bürgerinitiativen und wissenschaftliche Institutionen ihre Stellungnahmen zum Bundesverkehrswegeplan (BFWP) 2030 einreichen. Nachdem die Stellungnahmen ausgewertet sind, wird das Bundesverkehrsministerium möglicherweise Änderungen am BVWP vornehmen, bevor er im Bundeskabinett beschlossen wird. In Voerde und Dinslaken wurde in den vergangenen Wochen oft Kritik an der Trassenführung der B 8n geäußert. Vor Ablauf der Frist hat nun auch die Vereinsgemeinschaft Möllen, in der 20 Vereine und Institutionen organisiert sind, eine sechsseitige Stellungnahme an das Verkehrsministerium geschickt.

Die Vereinsgemeinsschaft zeigt sich "tief erschüttert, dass man nun von Berlin aus einen Jahrzehnte alten Plan (irgendwann auch mal "A 59n" genannt) unbearbeitet und ohne jegliche Alternativvorschläge aus der Schublade holt", wie in der Stellungnahme zu lesen ist. "Eine neue Bundesstraße durch Möllen hätte verheerende Auswirkungen auf die hier lebenden Menschen und würde alle Zukunftsperspektiven negativ beeinflussen", heißt es bei der Vereinsgemeinschaft (VG). Auch der ehemalige Voerder Bürgermeister Ulrich Krüger, aktuell SPD-Bundestagsmitglied, wurde darum gebeten, "alles in seiner Macht stehende zu unternehmen, um diesen alten Plan endgültig aus dem BVWP 2030 zu bekommen", erklärt die VG Möllen. "Ganz schnell muss jetzt nach Alternativen gesucht werden, um die momentan bestehenden Verunsicherungen und Ängste der Möllener Bevölkerung aufzulösen und die Zukunftsperspektiven nicht zu gefährden."

Die Vereinsgemeinschaft spricht sich in ihrer Stellungnahme allerdings deutlich dafür aus, "dass man die bestehende B 8 im Bereich Dinslaken endlich optimiert", daneben fordert sie die Stärkung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), damit insgesamt weniger Pendlerbewegungen den Straßenverkehr belasten.

Nachdem sich die Bevölkerungszahl im Stadtteil seit den 1970er Jahren nahezu halbiert habe, gebe es seit kurzer Zeit wieder positive Impulse in Möllen, die Renovierungs- und Neubauarbeiten durch die Wohnungsgesellschaft Vivawest seien ein Hoffnungsschimmer, heißt es im Schreiben. "Eine neue Bundesstraße würde allerdings nur wenige Meter neben den gerade renovierten Häusern verlaufen", was die Vermietung erschweren und zu einem Wertverlust der Eigenheime führen könnte, führt die VG aus. Außerdem sei eine Gefährdung von Naturschutzgebieten entlang der geplanten Trasse zu befürchten.

Statt eines Neubaus empfiehlt die VG eine Modernisierung der bestehenden B 8 vor allem auf Dinslakener Stadtgebiet. So solle man die Ampelschaltungen aufeinander abstimmen und Kreuzungen zu Kreisverkehren umbauen.

Die Möllener Vereinsgemeinschaft bittet darum, alle erdenklichen Alternativvorschläge für die B 8n ergebnisoffen zu diskutieren, schnell Lösungen für die Problematik zu erarbeiten und diese dann auch umzusetzen.

(za)
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