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Dinslaken
Verwaltung will im Glaspalast bleiben

Dinslaken: Verwaltung will im Glaspalast bleiben
Der Glaspalast - früher war dort eine Diskothek untergebracht. Seit dem Jahre 2004 beherbergen die Räume an der Hünxer Straße die technischen Abteilungen der Dinslakener Stadtverwaltung. FOTO: Martin Büttner
Dinslaken. Die Stadt Dinslaken hat sich von den Plänen, für rund zehn Millionen Euro ein neues Technisches Rathaus zu bauen, verabschiedet. Sie befürwortet die Verlängerung des Mietvertrages für den Glaspalast. Von Heinz Schild

Buchstäblich auf den letzten Drücker, um noch zu einer Verwaltungsvorlage verarbeitet zu werden, erreichte die Stadt Dinslaken das neue Angebot der Besitzerin des früheren Glaspalastes über die Vermietung der Räume an der Hünxer Straße, in denen das Technische Rathaus untergebracht ist. So konnte die Verwaltung für den nicht-öffentlichen Teil der Sitzung des Ausschusses für Liegenschaften und Wirtschaftsförderung noch einen Beschlussvorschlag verfassen. Da das nachgebesserte Angebot von Simone Blatt, Eigentümerin der Immobilie, günstigere Konditionen als bislang enthält, will die Verwaltung das Technische Rathaus an der Hünxer Straße belassen und den Mietvertrag vorzeitig verlängern. Damit hat die Stadt sich dann von ihren Plänen verabschiedet, für rund zehn Millionen Euro einen Verwaltungsneubau für die technischen Abteilungen auf einem Teil des Grundstücks der ehemaligen Feuerwache an der Hans-Böckler-Straße zu errichten.

Der bestehende Vertrag über die Immobilie an der Hünxer Straße läuft noch bis Ende Juli 2019. Der neue Vertrag mit den für die Kommune deutlich günstigeren Konditionen, die Rede ist von einer jährlichen Einsparung in Höhe von rund 100.000 Euro, soll bereits ab dem 1. Januar 2016 gelten. Die Vertragsverlängerung wird unter wirtschaftlichen Aspekten als die günstigste Lösung für die Kommune angesehen und deshalb von der Verwaltung befürwortet. Die Ausschussmitglieder gaben noch keine Empfehlung ab, die Vorlage geht in die weiteren Beratungen. Bereits in der Sitzung des Ausschusses für Liegenschaften und Wirtschaftsförderung wurde allerdings deutlich, dass es bei den Politikern noch viele Fragen gibt und bei etlichen auch Skepsis herrscht angesichts der gegenwärtigen Entwicklung.

Grünes Licht erhielt die Verwaltung für Grundstücksankäufe im Bereich der B 8 /A 59 an der Stadtgrenze zu Walsum. In der Nähe zur Shell-Tankstelle an der Autobahn soll ein Gewerbegebiet entstehen, das die Kommune erschließt, entwickelt und dann auch selbst vermarktet. Es handelt sich um ein rund 44 000 Quadratmeter großes Areal, das drei Eigentümern gehört, mit zweien ist die Stadt sich bereits einig. Deren Flächenanteil beträgt 29.000 Quadratmeter. Aktuell gibt es bereits vier Dinslakener Unternehmen, die Interesse an dem neuen Standort haben und sich dort ansiedeln wollen. Die gegenwärtigen Planungen sehen vor, Planungsrecht zu schaffen, die Erschließung könnte 2017 stattfinden, dann wären die Flächen 2018 vermarktungsfähig. Seit dem Jahr 2000 gab es Projektentwickler, die auf dem Areal Einzelhandel, Gewerbe oder Gastronomie ansiedeln wollten. Im Gespräch waren Gartencenter, Systemgastronomie, Möbelmarkt. Weil kein Projekt verwirklicht wurde, will die Stadt jetzt selbst aktiv werden.

Quelle: RP
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