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Dinslaken
Verzögerung an Friedrich-Ebert-Straße

Dinslaken: Verzögerung an Friedrich-Ebert-Straße
Trotz Baustelle fließt der Verkehr. Die Arbeiten am neuen Übergang der Friedrich-Ebert-Straße, im Bereich Kolpingstraße und Rutenwallweg, werden voraussichtlich noch bis Februar des nächsten Jahres andauern. FOTO: HSD
Dinslaken. Die Bauarbeiten an der neuen Querung im Bereich Rutenwallweg und Kolpingstraße werden voraussichtlich noch bis Februar andauern. Die Stadtwerke mussten Mehraufwand erbringen, der im bisherigen Zeitplan nicht vorgesehen war. Von Heinz Schild

Die Dinslakener Innenstadt verändert sich, Großbaustellen im Herzen der Stadt bestimmen den Anblick. Der Stadtpark wird umgestaltet, auf dem ehemaligen Hackfort-Areal gehen die Erdarbeiten für das geplante Wohn- und Geschäftshaus weiter. Die Bauarbeiten für die Querung der Friedrich-Ebert-Straße im Bereich Rutenwallweg, Am Rutenwall und Kolpingstraße kommen schleppend voran. Dort hat es eine "deutliche Verzögerung" gegeben, die darauf zurückzuführen ist, dass die Stadtwerke einen erheblichen Mehraufwand leisten mussten, wie die Stadtverwaltung in der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Liegenschaften und Wirtschaftsförderung berichtete. Die Arbeiten werden deshalb wohl noch bis Februar andauern. Wie die Verwaltung versicherte, soll der Parkplatz am Rutenwallweg auch weiterhin angefahren werden können.

Im Bereich der Kathrin-Türks-Halle wird die Tiefgaragenzufahrt an der Althoffstraße abgebrochen, diese Fläche wird in den Stadtpark integriert und neu gestaltet. Gestern waren die Baufahrzeuge noch am späten Abend auf dem Gelände zwischen Rathaus und Kreisverkehr im Einsatz und arbeiteten in der Dunkelheit bei Scheinwerferlicht.

Für die Innenstadt wird ein Parkraumentwicklungskonzept erstellt. Der Auftrag dazu ist bereits vergeben worden. Die Bestandsaufnahme beginnt Anfang des nächsten Jahres. Das Konzept soll Mitte 2016 fertig sein, informierte die Verwaltung den Ausschuss.

Die Vermarktung der Grundstücke für Wohnbebauung und Gewerbe im Bereich des Bergparks in Lohberg schreitet nicht so voran, wie es für ein solches Projekt wünschenswert wäre. Bislang gab es 194 Anfragen zum individuellen Wohnungsbau, es wurden fünf Verträge abgeschlossen. 134 Anfragen von Wohnungsbauträger wurden gestellt, zwei Verträge kamen zustande, es gab einen Verkauf. 112 Gewerbebetriebe haben ihr Interesse bekundet, was zu vier Verträgen und zwei Verkäufen führte. Nach den Worten von Bürgermeister Dr. Michael Heidinger ist die Vermarktung schwierig und stellt sich als eine "große Herausforderung" dar. Es werden momentan Gespräche mit einem Investor geführt, der große Teile des ehemaligen Zechengeländes erwerben will. Sollte man sich einig werden, verspricht der Verwaltungschef sich davon einen "großen Schub" bei der Vermarktung. Zudem zeigte er sich davon überzeugt, dass die zur Verfügung stehenden Gewerbegrundstücke ganz anders wahrgenommen werden, wenn die Osttangente fertiggestellt ist. Das wird nicht mehr lange auf sich warten lassen, denn sie soll bereits am 16. Dezember eröffnet und für den Verkehr freigegeben werden, schneller als ursprünglich geplant. Bürgermeister Dr. Heidinger gab sich zuversichtlich, dass im neuen Jahr die Vermarktung deutlich an Dynamik gewinnen wird und die Vertragsabschlüsse zunehmen werden.

Die Dinslakener Stadtverwaltung hakte bei möglichen Investoren nach, die inzwischen allerdings ihr Interesse an Lohberg verloren haben, worauf das zurückzuführen ist. Sie erfuhr dadurch, dass dies bei etlichen Interessenten mit dem schlechten Image des Stadtteils als einer Salafistenhochburg zusammenhängt.

Quelle: RP
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