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Dinslaken
Vier Bewerber für Hallen-Gastronomie

Dinslaken. Mit vier Interessenten für die Restauration in der Kathrin-Türks-Halle will die Stadt jetzt intensive Gespräche führen. Von Jörg Werner

Noch ist vieles ungeklärt und der Baubeschluss steht ach noch aus. Mit der Eröffnung der restaurierten Katrin-Türks-Halle ist frühestens im Sommer 2019 zu rechnen. Bei der Suche nach einem Pächter, der die Gastronomie, die in dem 24-Millionen-Euro-Projekt geplant ist, betreiben soll, ist die Stadt allerdings schon einen Schritt weitergekommen. Nach dem Ende der Bewerbungsfrist ist inzwischen eine Vorauswahl getroffen unter den Interessenten, die ein Grobkonzept vorgelegt haben. Danach sind, wie Rathaussprecher Horst Dickhäuser erklärte, noch vier Bewerber im Rennen. Mit denen will die Stadt nun intensivere Gespräche führen.

Die Entscheidung darüber, wer letztlich den Zuschlag erhält, wird anhand des Gastronomiekonzeptes und der zu erwartenden Pachthöhe getroffen. Bei der Gewichtung zischen diesen beiden Punkten soll das Konzept zu 60 Prozent den Ausschlag geben, die Pacht fließt mit 40 Prozent ein. Wichtig für die Verwaltung ist, so hat sie in der Ausschreibung klar gemacht, dass der künftige Gastronom ein Konzept vorlegt, das einen Bezug zur Stadthalle und zum Quartier, in dem diese liegt, besitzt. Das künftige gastronomische Angebot soll deswegen nicht schon bereits mehrere Male in der Altstadt vorhanden sein, sondern für Abwechslung sorgen. Für ein schlüssiges und überzeugendes Konzept ist die Stadt nötigenfalls auch bereit, Abstriche bei der Pacht hinzunehmen. Prinzipiell stellt sie sich eine Pacht in Höhe von etwa 1450 Euro vor. Natürlich darf ein Bewerber auch mehr zahlen, denn das verbessert seine Chancen, bei der Auswahl die Nase vorn zu haben.

Vertragsgegenstand, so heißt es in dem Ausschreibungstext, werden die barrierefreien Räumlichkeiten des ehemaligen Restaurants einschließlich einer Fläche zur Nutzung als Außengastronomie sein. Die Küche wird komplett neu eingerichtet. Durch die frühe Einbeziehung des Pächters soll diesem die Möglichkeit zur Umsetzung eigener Gestaltungsideen im Vorfeld der Sanierung gegeben werden. Ferner soll zum Vertragsumfang die Mitnutzung des neu entstehenden Multifunktionsraumes sowie des Foyers gehören. Dieser Multifunktionsraum, so ist es vorgesehen, dient werktags grundsätzlich "einer quartiersbezogenen Vereinsnutzung" und soll an Wochenenden vom Pächter und von der DIN-Event, die die Halle betreibt, genutzt werden können. Bis Ende August sollen die Gespräche mit den Bewerbern, zu denen nach RP-Informationen auch ein Dinslakener Gastronom gehört, abgeschlossen sein. Dann hat die Politik das Wort.

Ungeklärt ist weiterhin, wie viel Fördergeld das Land zu den veranschlagten Sanierungskosten von 24 Millionen Euro bei. Hier brachte auch der Besuch von Landesbauminister Michael Groschek anlässlich des Städtebauförderungstags am vergangenen Samstag keine weiteren Erkenntnisse. Die Stadt hofft, dass bis spätestens September ein Förderbescheid im Rathaus eingeht.

Quelle: RP
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